27.04.2021 | Pressemitteilung

Fachgespräch Zukunft der Gesundheitsberufe im Rheinischen Revier

Neue Herausforderungen vor dem Hintergrund von Strukturwandel, Digitalisierung und Fachkräftemangel

Am 22. April 2021 hat die Region Aachen in einem ersten Fachgespräch im Dialog mit Politik, Unternehmen, Wissenschaft, Branchenvertreter*innen, Schulen, Kammern und Verbänden die regionalen Handlungsansätze zur Sicherung der Zukunft der Gesundheitsberufe im Rheinischen Revier analysiert. In zentralen Bildungsthemen und Ausbildungsgängen wurden Strategien und Maßnahmen diskutiert, die dazu beitragen, die Ausbildung von Fachkräften und das Studium in den Gesundheitsberufen hier in der Region weiter zu entwickeln.

Zu Beginn zeigte Prof. Dr. Michael Isfort, Vorstand des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung in seinem Vortrag zu den Bildungsbedarfen in der Region auf, dass zwar eine breite und flächenmäßige Abdeckung mit ambulanten und stationären Strukturen existiert, jedoch die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Pflege abnimmt und ein deutlicher Überhang an offenen Stellen sowie eine fehlende Arbeitsmarktreserve in der Pflege festzustellen ist. Auch die Qualifizierungsquote in der Alten- und Krankenpflege weist regionale Unterschiede auf.

Prof. Dr. Thomas Evers, im Gesundheitsministerium des Landes NRW zuständig für die Pflege- und Gesundheitsfachberufe, machte deutlich, dass die Zukunft der Gesundheitsberufe sehr dynamisch sei und in allen Gesundheitsberufen mehr ausgebildet werden müsse. Das Land Nordrhein-Westfalen setzt auf einen Mix von unterschiedlichen Qualifikationsniveaus; dies sei der Schlüssel zur zukunftsfähigen Gestaltung der Gesundheitsberufe.

In den Workshops:

  • Gesundheitswirtschaft, IT und Technik – Welche Studienangebote braucht die Region in Zukunft?
  • Weiterbildung für die in der Pflege Beschäftigten und Perspektiven für Pflegestudiengänge im Rheinischen Revier
  • Regionaler Bedarf an Schul- und Ausbildungsplätzen in der Gesundheitswirtschaft

präsentierten Expertinnen und Experten aus dem Uniklinikum der RWTH Aachen, der Hochschule Niederrhein, der Fachhochschule Aachen, dem Bildungszentrum für Pflege und Gesundheit in der Städteregion Aachen und dem Branchenverband Medlife e.V. ihre Impulse für die Weiterentwicklung von Ausbildung und Studium in den Gesundheitsberufen. Hier wurden erste Vereinbarungen zur weiteren Zusammenarbeit entwickelt.

Die Weiterarbeit an den Themen der Workshops wird in drei Themengruppen moderiert mit dem Ziel, einen Maßnahmenplan zu erarbeiten mit dem das Rheinische Revier auch vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Technisierung und Fachkräftemangel langfristig gut aufgestellt ist in Bezug auf Ausbildungsgänge, Studiengänge und Weiterbildungen im Bereich der Gesundheitsberufe.

Um die Vernetzung und den Austausch zwischen den Teilnehmenden auch über die Veranstaltung hinaus zu fördern, wurde unter https://regac.de/kontaktefachgespraech ein Kontaktdatenverzeichnis angelegt, in das sich Interessierte eintragen können.

Wir freuen uns über die gelungene Veranstaltung, den guten fachlichen Austausch und bedanken uns bei allen Teilnehmer*innen für ihr reges Mitwirken.

Ansprechpartner*in

Elke Breidenbach
Leiterin Gesundheitswirtschaft
+49 241 927 8721-70

Aktuelle Meldungen

Stadt Heerlen und Aachen fordern rasche Umsetzung der Intercity-Verbindung Aachen - Den Haag

15.06.2021
Mitte letzter Woche sandte die Stadt Heerlen einen Brief an die Abgeordneten der Zweiten Kammer in Den Haag und forderte […]
mehr ...
©Anastasia Gepp_pixabay

Ausbildungsprogramm NRW: Vierter Durchgang ist gestartet

14.06.2021
Das „Ausbildungsprogramm NRW“ geht in die vierte Runde. Damit will die Landesregierung jährlich rund 1.000 zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen, um regionale […]
mehr ...

Mit Teilzeitberufsausbildung Chancen eröffnen

01.06.2021
Vor allem junge Menschen mit Familienverantwortung haben es oft schwer, den Start in die Berufswelt mit den Anforderungen des Familienlebens […]
mehr ...

Das Kombi-Ticket „auf ins museum! naar het museum!“ wird verlängert und ist ab sofort bis 31.12.2022 gültig

20.05.2021
Durch die langen Schließungen kommen die Museen allen Ticket-Besitzer*innen entgegen und verlängern die Gültigkeit des Kombi-Tickets bis Ende 2022.
mehr ...

Up to Date in Sachen Wirtschaft und Arbeit, Strukturwandel, Kultur, Gesundheit, Klima und Euregio?

Mit unserem Newsletter kein Problem!