Unternehmenskultur

Familienfreundliche Unternehmenskultur

Das heißt nicht, dass Ihr Unternehmen bald zur Kindertagesstätte wird. Es bedeutet, dass Sie auf die unterschiedlichen Lebenssituationen Ihrer Mitarbeiter*innen eingehen und bei Bedarf gemeinsam mit ihnen nach Lösungen suchen.

Beide Seiten profitieren davon, das Unternehmen sogar doppelt: Lernen Sie die Fertigkeiten zu nutzen, die Ihre Mitarbeiter*innen im Familienleben erwerben. Eltern und pflegende Angehörige entwickeln wertvolle Kompetenzen. Sie übernehmen Verantwortung, besitzen Organisationsgeschick und stehen Konflikte durch. Andere müssen dies häufig erst in Seminaren oder Fortbildungen lernen. So erhalten familienbedingte Unterbrechungen einen ganz anderen Wert und eine völlig andere Bedeutung für Ihren betrieblichen Alltag.

Eine familienfreundliche Unternehmenskultur ist geprägt von Offenheit, Flexibilität, Vertrauen, Loyalität, Leistungsbereitschaft und Zukunftsorientierung.

 

Familienfreundlich aus Überzeugung

So fördern und nutzen Sie Ihre familienfreundliche Unternehmenskultur:

  • Transparenz: Machen Sie Informationen und betriebliche Vereinbarungen für Beschäftigte mit Familie im Intranet und auf Ihren schwarzen Brettern bekannt. Auch interne Newsletter können aktuelle Neuigkeiten liefern.
  • Integration: Laden Sie die Familien zu Betriebsfesten und -ausflügen ein. Kindgerechte Angebote sind dabei relativ leicht zu organisieren, zum Beispiel mit einer Hüpfburg, einem Clown oder Zauberer oder einfach durch Mitmach-Aktivitäten, bei denen die Kleinen lernen, was das Unternehmen produziert.
  • Identifikation: Stellen Sie Ihr Familienbewusstsein im Unternehmen offen dar und tragen Sie es nach außen! Damit positionieren Sie sich als attraktiver Arbeitgeber. Das können Sie zum Beispiel über Pressemitteilungen tun oder Tage der offenen Tür. Die Darstellung kann auch neue Fachkräfte überzeugen.

 

Chef*in sein heißt Vorbild sein

Führungskräfte stellen die Weichen. Weisen Sie Ihren Angestellten den richtigen Weg:

  • Integrieren Sie die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben in das Unternehmensleitbild.
  • Stellen Sie sich offen und öffentlich hinter familienorientierte Regelungen.
  • Nutzen Sie die Kompetenzen wie Kommunikation, Organisation und Krisenmanagement, die während der Familienphase Ihrer Mitarbeiter*innen gestärkt wurden.
  • Unterstützen Sie die Familienkarrieren von Vätern ebenso wie die von Müttern. Machen Sie deutlich, dass längere Elternzeit bei Männern keinesfalls ein Zeichen für mangelnde Einsatzbereitschaft im Beruf ist.
  • Ermöglichen Sie es Ihren Beschäftigten, Verantwortungs- oder Führungsfunktionen auch in Teilzeit zu übernehmen.
  • Und das Wichtigste: Leben Sie Ihren Mitarbeiter*innen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vor!

 

Kontrolle ist gut? Vertrauen ist besser!

Ist es Ihnen wichtiger zu wissen, wann Ihre Angestellten im Büro sind, oder liegt Ihr Augenmerk eher auf den Ergebnissen?

 

Eine transparente Arbeitsorganisation mit klaren Zielvorgaben ist wichtiger als die Arbeitszeit. Entgegengebrachtes Vertrauen ist für die Mitarbeiter*innen auch ein Spiegel ihrer Wertschätzung und wiegt fast genauso schwer wie eine faire Bezahlung. Ein glücklicher Angestellter ist ein produktiver Angestellter: Die Beschäftigten genießen das Vertrauen ihres Unternehmens – und bedanken sich besonders häufig mit zuverlässiger Leistung.

Stichworte dieses Beitrags:

Ansprechpartner*in

Birgitt van Megeren
Leiterin Kompetenzzentrum Frau und Beruf
+49 241 927 8721-30

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