03.12.2021

Rückblick Workshop: AR / VR-Technologien – Anwendungsbeispiele für die Gesundheitsbranche

Am 26.11.2021 fand der von der FOM Hochschule organisierte Workshop zum Thema „AR / VR-Technologien – Beispiele der GALA Partner“ statt.

Ziel des Termins war es, die Möglichkeiten von Augmented und Virtual Reality Technologien in den Kontexten der Gesundheitsbranche sowie in Produktionsprozessen zu präsentieren, um dann anschließend mit den GALA-Verbundpartnern zu eruieren, inwiefern diese Technologien innerhalb des GALA-Projektes Anwendung finden könnten.

Dazu wurden die GALA-Verbundpartner sowie regionale und externe Technologiepartner aus dem Bereich Augmented und Virtual Reality in das Technologiezentrum Aachen eingeladen.

Nach der Begrüßung durch Dr. Helga Unger und Prof. Dr. Thomas Mühlbradt von der FOM Hochschule folgten die Impulse der Technologiepartner:

• Den Anfang machte Michelle Schmidt vom AIXTRA – Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit des Uniklinikums Aachen. Sie stellte die virtuelle OP-Tour vor, die sich Patient*innen mit Hilfe einer VR-Brille anschauen können, um mit perioperativen Ängsten – die Angst, die man als Patient*in vor einer OP spürt – besser umgehen zu können. Bei dieser Tour sieht der/die Patient*in aus Dritter-Person-Perspektive dem Ablauf zu, wie ein anderer Patient die OP-Vorbereitung durchläuft – also etwa Arzt-Patient-Gespräch, die Fahrt zum OP-Saal und die Narkosevorbereitung. Diese Abfolge vorab zu sehen, kann die Unsicherheit des Patienten reduzieren.

• Danach stellte Silke Thiem vom Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen Augmented Reality in der gewerblich-technischen Berufsausbildung vor. Mit dem so genannten FeDiNAR-System (Fehler Didaktisch Nutzbar Machen mit Augmented Reality) wird ein Lernen aus Fehlern in der Berufsausbildung angestrebt. Mittels eines AR-gestützten Lernsystems werden die Handlungen des Lernenden erfasst, deren Konsequenzen simuliert und dem Lernenden wiederum in AR visualisiert – er lernt also aus Fehlern, ohne dass es in der realen Werkstatt zu Schäden kommt.

• Darauf folgte Johannes Schenk vom Institute of Management & Information Systems (mis) der FOM Hochschule mit dem Thema „Wissensgenerierung und –transfer im virtuellen Raum – ausgewählte Beispiele aus der Pharmaindustrie“. Er erläuterte unter anderem, wie etwa ein virtuell gestalteter Reinraum dem Externalisieren von Wissen dienen kann, sodass eine bestimmte Reihenfolge von Prozessschritten erlernt wird, noch bevor der Mitarbeiter den realen Reinraum betritt.

• Den Abschluss machten Florian Jansen und Maris Preußer von der Oculavis GmbH mit dem Thema „Remote Support und Augmented Reality im Maschinen- und Anlagenbau“. Sie zeigten auf, dass bei der Instandhaltung oder Reparatur von Maschinen und Anlagen ein AR-Viewer eingesetzt werden kann. Mit dessen Hilfe werden die Maschinenbauteile quasi „durchleuchtet“, um dann virtuell – etwa auf einem Tablet – aufzuzeigen, welche Schritte zur Wartung oder Instandsetzung vorzunehmen sind. Auf diese Weise kann der AR-Viewer Produktionsausfällen zügig entgegenwirken, da das Personal vor Ort diese Arbeiten durchführen kann und kein Experte von weit her hinzugezogen werden muss.

Anschließend fanden alle Workshopteilnehmer*innen die Gelegenheit, die von den Technologiepartnern mitgebrachten AR- und VR-Technologien quasi am „eigenen Leib“ unter fachkundiger Begleitung auszuprobieren.

Florian Schuldt und Katharina Körber (links & mitte) werden von Johannes Schenk (rechts) durch ein virtuelles Krankenhaus geführt.

Ralph Wittenmeier von der Lebenshilfe Aachen testet das FeDiNAR-System.


Bilder: © Region Aachen / Diana Mowat

In einer anschließenden Diskussionsrunde ergründeten die Teilnehmer*innen mögliche Einsatzgebiete der vorgestellten AR- und VR-Technologien, insbesondere im vom GALA-Projekt fokussierten Gebiet der Gesundheitsbranche. Dabei wurden vielfältige Einsatzmöglichkeiten gesehen. Die Teilnehmer*innen unterstrichen jedoch auch die Wichtigkeit einer kriterienbasierten Auswahl solcher Technologien, um größtmögliche Erfolge zu erzielen. An dieser Stelle wird das vom BMBF geförderte GALA-Projekt weiter ansetzen..

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