14.09.2026 | Pressemitteilung

Neue Leuchtturmstudie zeigt Zukunftspotenziale der Region Aachen

Leuchtturmstudie zeigt Zukunftspotenziale der Region Aachen

Wie können herausragende Forschungs- und Innovationsvorhaben dazu beitragen, Beschäftigung, Wertschöpfung und neue Perspektiven in der Region Aachen zu schaffen? Dieser Frage geht die neue Leuchtturmstudie Region Aachen nach. Sie untersucht fünf regional bedeutsame Projekte und zeigt, welche Voraussetzungen notwendig sind, damit aus wissenschaftlicher und technologischer Stärke langfristige regionale Entwicklung entsteht.

Die Studie wurde im Auftrag des Region Aachen Zweckverbands als Grundlage für das Strategische Regionalentwicklungskonzept STAR AC erstellt. Dieses richtet den Blick auf die kommenden zehn bis 15 Jahre und beschäftigt sich unter anderem mit der Sicherung von Fachkräften, dem Transfer von Innovationen in wirtschaftliche Anwendungen, der Gestaltung des Strukturwandels und der euregionalen Zusammenarbeit.

Fünf Projekte mit regionaler Strahlkraft

Im Mittelpunkt stehen der Forschungsflugplatz Würselen-Aachen, das Einstein-Teleskop, der NeuroSys Zukunftscluster, die Jupiter AI Factory und CAMPUS Transfer. Die Projekte stehen beispielhaft für die thematische Vielfalt und Innovationskraft der Region – von Luftfahrt und internationaler Großforschung über Mikroelektronik und künstliche Intelligenz bis zur Bioökonomie sowie Land- und Ernährungswirtschaft.

Ausgewählt wurden die Vorhaben, weil sie über ihren jeweiligen Standort hinauswirken, Zukunftsthemen aufgreifen und weitere Entwicklungen in Wissenschaft und Wirtschaft anstoßen können. Dabei befinden sie sich in sehr unterschiedlichen Phasen: Einige Infrastrukturen werden bereits genutzt, andere Teilprojekte befinden sich in der Planung, in Förder- oder Bewerbungsverfahren oder auf dem Weg in eine langfristige Verstetigung.

Die Studie ordnet diese unterschiedlichen Ausgangslagen ein und untersucht, welche Rolle die Projekte im regionalen Innovationssystem übernehmen können. Sie zeigt zugleich, dass ihre Bedeutung nicht allein in den unmittelbar entstehenden Arbeitsplätzen oder Investitionen liegt. Entscheidend sind auch mögliche Folgeeffekte – etwa neue Kooperationen, Unternehmensansiedlungen, Forschungsaufträge, Gründungen oder zusätzliche Nachfrage bei regionalen Zulieferern und Dienstleistern.

Von der Forschung in die wirtschaftliche Anwendung

Die fünf Leuchtturmprojekte decken ein breites Spektrum des Innovationsprozesses ab: von der Forschung über die technologische Entwicklung und Erprobung bis zur wirtschaftlichen Anwendung. Gemeinsam ist ihnen, dass sie an einer für die Region besonders wichtigen Schnittstelle ansetzen. Sie können dazu beitragen, wissenschaftliche Erkenntnisse stärker in Produkte, Dienstleistungen und unternehmerische Wertschöpfung zu übersetzen.

Dafür betrachtet die Studie nicht nur die Projekte selbst, sondern auch ihre Verbindungen zu Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Wirtschaftsförderungen, Kammern und weiteren regionalen Akteuren. Grundlage waren öffentlich zugängliche Informationen, Gespräche mit den Projektverantwortlichen und ein gemeinsamer Workshop. Aufgrund der unterschiedlichen Entwicklungsstände versteht sich die Studie dabei nicht als abschließende Prognose, sondern als strategische Einordnung der derzeit erkennbaren Potenziale und Unterstützungsbedarfe.

Regionale Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

Die Untersuchung macht deutlich, dass die Leuchtturmprojekte ihre Wirkung nicht allein entfalten können. Sie benötigen geeignete Flächen und Infrastrukturen, qualifizierte Fachkräfte, Finanzierungsperspektiven, starke Netzwerke und gute Zugänge zu regionalen Unternehmen.

Insgesamt formuliert die Studie 17 Handlungsempfehlungen. Diese betreffen sowohl übergreifende Aufgaben – etwa das Fachkräftemarketing und die Verbindung mit weiteren Strukturwandelprojekten – als auch konkrete Unterstützungsbedarfe der einzelnen Vorhaben. Im Kern geht es darum, regionale Kompetenzen besser zu bündeln, Unternehmen frühzeitig einzubeziehen und aus zunächst einzelnen Projekten langfristig tragfähige Innovationsökosysteme zu entwickeln.

Grundlage für die strategische Regionalentwicklung

Für STAR AC liefert die Leuchtturmstudie konkrete Anwendungsfälle regionaler Zusammenarbeit. An den fünf Projekten wird sichtbar, wo besondere Entwicklungschancen liegen, welche Entscheidungen in den kommenden Jahren vorbereitet werden müssen und an welchen Stellen eine gemeinsame regionale Unterstützung sinnvoll ist.

Die Studie schafft damit eine Grundlage für die weitere strategische Arbeit: Welche Partnerschaften werden benötigt? Wie können Projekte miteinander verbunden werden? Und wie kann sichergestellt werden, dass ihre Entwicklung möglichst vielen Teilen der Region zugutekommt?

Die vollständige Leuchtturmstudie Region Aachen finden Sie unter „Downloads“.

Ansprechpartner*in

Ulla Thönnissen
Geschäftsführerin
+49 241 927 8721-15

Ansprechpartner*in

Nico Hermanns
Team Wirtschaft, EMR, Strukturwandel
+49 241 9278721-13

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