08.02.2021 | Pressemitteilung

Lebensretter*in gesucht!

In der Region Aachen müssen jährlich ca. 1.000 Notfallpatienten wiederbelebt werden. Acht bis neun Minuten benötigt der alarmierte Rettungsdienst durchschnittlich, bis er am Patienten eintrifft. Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt für das Überleben allerdings jede Minute: Innerhalb von 3-5 Minuten ohne Versorgung treten irreversible Schäden im Gehirn auf. Ein Überleben des Herz-Kreislauf-Stillstands ist nur möglich, wenn in den ersten Minuten mit einer effektiven Herzdruckmassage begonnen wird.

Die Initiative „Region Aachen rettet“ setzt sich für eine verbesserte Erstrettung von Notfällen ein, insbesondere um die Überlebenschance nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand zu erhöhen. Die Partner der Initiative sind die Rettungsdienste der Stadt Aachen, der StädteRegion Aachen sowie der Kreise Düren, Heinsberg und Euskirchen und der Region Aachen Zweckverband.

Herzstück dieser Initiative ist ein Smartphone-basiertes Alarmierungssystem für Ersthelferinnen und Ersthelfer, das passend zum heutigen Europäischen Tag des Notrufs in der gesamten Region Aachen in Betrieb geht. Die innovative Region-Aachen-rettet-App bietet zukünftig einen entscheidenden Mehrwert: Im Falle eines Notfalls werden nach Notarztalarmierung jetzt auch qualifizierte Ersthelfer*innen aus dem Alarmierungssystem benachrichtigt. Die App greift dabei auf registrierte Helfer*innen in nächster Nähe/Reichweite des Notfalls zurück, die dann mit der Erstversorgung beginnen können noch bevor der Rettungsdienst eintrifft. Durch diesen Zeitgewinn steigen die Überlebenschancen der Patienten! Die Einführung eines einheitlichen Alarmierungssystems für die Region Aachen ermöglicht, dass Ersthelferinnen und Ersthelfer nicht nur an ihrem Wohnort Menschenleben retten können, sondern in der gesamten Region Aachen mit ihren 1,3 Millionen Einwohner*innen in 46 Städten und Gemeinden im Notfall helfen können. In der Einführungsphase von Region Aachen rettet möchten die regionalen Partner zunächst medizinisch qualifiziertes Personal (z.B. Ärzt*innen, Gesundheits- und Krankenpfleger*innen, Rettungsdienstpersonal etc.) gewinnen. Ihre Ausbildung stellt eine optimale Erstversorgung der Patienten und ein reibungsloses Zusammenspiel mit dem alarmierten Rettungsdienst sicher. Im nächsten Schritt ist die Ausweitung des Systems auf geschulte Laien geplant, die als Ersthelfer*innen tätig sein wollen. Voraussetzung hierfür wird die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs sein, der nicht länger als zwei Jahre zurückliegt.

Prinzip – So funktioniert´s

regionaachenrettet

Region Aachen rettet – Eine Initiative zur Verbesserung der Erstrettung bei Notfällen in der Region Aachen. Partner sind die Rettungsdienste der Stadt Aachen und der Städteregion Aachen sowie der Kreis Düren, Heinsberg und Euskirchen und der Region Aachen Zweckverband.

Medizinisch qualifizierte Bürgerinnen und Bürger aus der Region Aachen (Stadt Aachen, Städteregion Aachen, Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg) können sich über die Region-Aachen-rettet-APP (Die technologische Basis bildet die von der umlaut telehealthcare GmbH entwickelte App corhelper) registrieren, dort ihren Qualifikationsnachweis hochladen und nach Freischaltung als Ersthelfer*in in allen beteiligten Kommunen, d.h. in der gesamten Region Aachen, alarmiert werden. regionaachenrettet.de

Weitere Informationen
Region Aachen Zweckverband

Elke Breidenbach | Leiterin Gesundheitswirtschaft

Rotter Bruch 6, 52068 Aachen

T: +49 (0)241 927 8721-70

M: breidenbach@regionaachen.de

 

Für Ihre fachlichen Fragen stehen Ihnen die ärztlichen Leiter der Rettungsdienste in Region Aachen (Stadt Aachen, StädteRegion Aachen, Kreis Düren, Kreis Euskirchen, Kreis Heinsberg) zur Verfügung.

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Ansprechpartner*in

Elke Breidenbach
Leiterin Gesundheitswirtschaft
+49 241 927 8721-70

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