Klimafolgeanpassung in der Region Aachen ein großes Thema

Klimafolgeanpassung in der Region Aachen ein großes Thema

Starkregen, Stürme, extreme Trockenheit und Ackerbrände … der Klimawandel ist auch in der Region Aachen spürbar.

Deshalb fand mit dem „Regionalforum Klimafolgenanpassung in der Region Aachen“ bereits im November 2018 eine Auftaktveranstaltung statt. Im neuen Jahr schließt sich nun die Folgeveranstaltung an:

Am 24. Januar 2020 veranstaltet der Region Aachen Zweckverband in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW und der Stadt Erkelenz die Folgeveranstaltung „Klimaanpassung mit und ohne Konzept – Wie lässt sich Klimafolgeanpassung verstetigen, wie gelangen wir zur Umsetzung?“ statt. Die Veranstaltung greift die Frage auf, wie Kommunen die Anpassung in ihr alltägliches Verwaltungshandeln integrieren können. Dabei werden Ansätze und Best-Practice Beispiele aufgezeigt, wie dieser Prozess auch ohne Klimaanpassungskonzept und bei unklaren Fördermöglichkeiten angestoßen werden kann.

Termin: 24. Januar 2020, 9:30 – 14:30 Uhr

Wir bitten die Verschiebung der Veranstaltung auf den 24. Januar 2020 zu entschuldigen und freuen uns auf eine spannende Veranstaltung.

Veranstaltungsort: Altes Rathaus Erkelenz, Markt 25, 41812 Erkelenz

Gebühr: Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei

Die Anmeldung zur Veranstaltung finden Sie hier. Das finalisierte Programm folgt in Kürze.

© Region Aachen Zweckverband                          © Tim Schattka

Den Nachbericht der Veranstaltung „Regionalforum Klimafolgenanpassung in der Region Aachen – Hochwasser, Starkregen, Hitze & Stürme – was kommt auf die Region zu?“, die am 22. November 2018 stattfand und mit 125 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf hohe Resonanz stieß, folgt hier:


Klimaprognosen

Dass das Thema in Zukunft immer wichtiger sein wird, zeigen Prognosen des LANUV:

Diese gehen von einem Temperaturanstieg bis zum Ende des Jahrhunderts aus. Mehr Sommer- und heiße Tage, tropische Nächte sowie eine geringere Anzahl an Schnee- und Frosttagen werden die Folge sein. Auch ist eine Zunahme der Starkniederschläge anzunehmen. Zudem verschiebt sich der Niederschlag saisonal, sodass die Sommer trockener und die Winter feuchter werden.

Folgen der Klimaveränderung

Die Klimaveränderungen bringen große Herausforderungen für die Landwirtschaft, die Wasserwirtschaft, den Natur- und Artenschutz und die Waldökologie mit sich. Auch die Siedlungs- und Verkehrsinfrastruktur muss sich an die wandelnden Gegebenheiten anpassen. So entstehen vielerorts ungünstige thermische Situationen, von denen gemäß des LANUV rund  ein Fünftel der Gesamtbevölkerung NRWs und 15,8% der Siedlungsflächen betroffen sein werden.   

Insgesamt besteht dringender Handlungsbedarf diesen Herausforderungen zu begegnen.

Anlass und Inhalt der Veranstaltung

Derzeit ist es für Kommunen, insbesondere aufgrund fehlender Datengrundlagen und Analysen schwer, passende Maßnahmen zu initiieren.  Die Veranstaltung hatte es sich deshalb zum Ziel gemacht, einen Überblick über die aktuelle Situation sowie Handlungsansätze zu präsentieren. Das Spektrum reichte hier von Angeboten des Landes NRW an die Kommunen, über Beispiele für städtebauliche Maßnahmen (z.B. Retentionsflächen nutzen, Verdunstung, Entsiegelung, Begrünung) zur wassersensiblen Planung und Hitzevorsorge bis hin zu konkreten Beispielen aus den Kommunen in der Region. Die Stadt Aachen stellte ihre Grün- und Gestaltungssatzung, die Stadt Erkelenz das Projekt „RISKANT“ vor. Letzteres, ein Gründungsvorhaben bei dem Erkelenz als Politkommune mitwirkte, hat es sich zum Ziel gemacht onlinebasierte Tools zur Analyse der Risiken und Chancen des Klimawandels zu entwickeln. Zudem bot sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung die Möglichkeit das Fachinformationssystem des LANUV kennen zu lernen, welches den Zugang zu klimarelevanten Kennzahlen bietet.

Das Regionalforum, war eine Auftaktveranstaltung, um die interdisziplinäre Vernetzung regionaler und lokaler Akteure zu initiieren. Zukünftig werden verschiedene Aspekte der Klimafolgenanpassung in Folgeveranstaltungen beleuchtet, um den Dialog zwischen Verantwortlichen sowie Interessierten zu intensivieren.

Weiterführende Informationen

Hier gelangen Sie zur Dokumentation der Veranstaltung.

Weitere Informationen zum Thema „Klimafolgeanpassung“ finden Sie in der Publikation „Auswirkungen des Klimawandels in NRW – Klimafolgemonitoring“ des LANUV.

Eine Übersicht über die aktuelle Situation und die Folgen für die Region Aachen bietet die Präsentation im Downloadbereich (©Antje Kruse, LANUV NRW).

Außerdem hat das LANUV Datenblätter über die acht Großlandschaften NRWs veröffentlicht. Diese  enthalten Informationen zur Entwicklung des Klimas ab 1881 sowie Projektionen  bis 2100. Da die Region Aachen drei Großlandschaften (Niederrheinisches Tiefland, Niederrheinische Bucht und Eifel) umfasst, bieten die Fact-Sheets einen Überblick, über die Unterschiede des Klimas  innerhalb der Region Aachen. So ist die Eifel eher regenreich und kühl (mittlere Lufttemperatur 1881-2017: 8,3°C /mittlere Niederschlagssumme 1881-2017: 842mm), das Niederrheinische Tiefland und die Buch dagegen eher trocken und wärmer  (10°C /745 bzw. 706mm) . Detaillierte Informationen sowie Datenmodelle finden sie hier.

Impressionen der Veranstaltung Klimafolgeanpassung 2018 in Düren

(nachstehende Fotos: © Region Aachen Zweckverband)

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„Der Klimawandel und seine Folgen für die Region Aachen“, LANUV NRW

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Ergebnisse des Workshops zu Maßnahmen der Klimafolgeanpassung in der Region Aachen

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Stichworte dieses Beitrags:
Klimafolgeanpassung Region Aachen

Ansprechpartner*in

Fabian Müller-Lutz
Klimanetzwerker EnergieAgentur.NRW
Team Wirtschaft und Raum
+49 171 6854763

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