Wie können junge Talente mit Künstlicher Intelligenz konkrete Herausforderungen aus der medizinischen Praxis adressieren? Genau dieser Frage widmete sich der CSI x One AIM Summit 2026 Make-a-thon am Dienstagabend, 30. Juni 2026, in der digitalCHURCH des digitalHUB Aachen e.V.
Das Projekt Care for Sustainable Innovation (CSI) und das studentische Netzwerk One AIM brachten Studierende, Forschende, Klinikerinnen, Fachleute, Start-ups und Investorinnen zusammen. Entstanden ist ein Abend voller fachlicher Impulse, praxisnaher Ideen und lebendigem Austausch rund um KI-Anwendungen im Gesundheitswesen.
Der Summit bildete zugleich den Abschluss von AIM Connect Aachen, einem interdisziplinären Programm für Studierende. In den Wochen zuvor hatten die Teilnehmenden durch Expert*innen-Sessions, Laborbesuche und praxisnahe Workshops Einblicke in aktuelle Fragestellungen des Gesundheitswesens erhalten. Auf dieser Grundlage entwickelten sie eigene Lösungsansätze für konkrete Challenges aus der medizinischen Praxis.
Inspiration zum Auftakt: Wie KI in der Medizin wirkt
Den fachlichen Auftakt gestaltete Prof. Dr. med. Dipl.-Phys. Daniel Truhn, Leiter der AI in Medicine Arbeitsgruppe an der RWTH Aachen. In seinem Impulsvortrag „Sparks of Artificial Intelligence or: How did it all start?“ nahm er die Teilnehmenden mit auf eine Reise durch die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz.
Dabei wurde deutlich, welches Potenzial KI bereits heute für die Medizin eröffnet – von datenbasierten Entscheidungen über neue diagnostische Möglichkeiten bis hin zu digitalen Anwendungen, die Patient*innen im Alltag unterstützen können. Der Vortrag setzte einen inspirierenden Rahmen für den weiteren Abend und für die anschließenden Präsentationen der studentischen Teams.
Fünf Teams, fünf Challenges, viele neue Perspektiven
Ein besonderer Höhepunkt des Abends waren die Pitches der fünf studentischen Teams. Im Rahmen von AIM Connect hatten sie gemeinsam mit CSI an KI-basierten Lösungsansätzen für anspruchsvolle Fragestellungen aus der Gesundheitspraxis gearbeitet.
Die Challenges kamen von Partnern aus dem regionalen Innovationsökosystem: der Uniklinik RWTH Aachen, ARKare, Hiptron, PRAEVENTICUM und neuSprung. Damit arbeiteten die Studierenden nicht an abstrakten Zukunftsszenarien, sondern an konkreten Themen, die aus der Praxis heraus entwickelt wurden.
In ihren Pitches präsentierten die Teams, wie KI dazu beitragen kann, medizinische Prozesse zu unterstützen, Informationen besser zugänglich zu machen oder neue digitale Angebote für Patient*innen und Fachkräfte zu schaffen. Die Ideen zeigten, wie viel Innovationskraft entsteht, wenn junge Perspektiven, technologische Kompetenz und reale Herausforderungen aus dem Gesundheitswesen zusammenkommen.
Bewertet wurden die entwickelten Konzepte von einer Fachjury mit Vertreter*innen aus Medizin, Wirtschaft, Start-up-Szene und Investment. Zur Jury gehörten Prof. Dr. Daniel Truhn von der Uniklinik RWTH Aachen, Paul Fuchs von MA&T Sell & Partner GmbH, Tom Debus von FERRIS, Sarah Buchholz vom TechVision Fonds und Michael Franz von portal eins.
Gewinnerteam: „Valera“ unterstützt Frauen in der Menopause
Als Gewinnerteam wurde das vierköpfige Studierenden-Team der Challenge von PRAEVENTICUM ausgezeichnet. Mit „Valera“ entwickelte das Team eine App, die Frauen in der Menopause individuell begleiten soll.
Die Anwendung verfolgt das Ziel, verlässliche Informationen bereitzustellen, Orientierung zu geben und Frauen in dieser Lebensphase digital zu unterstützen. Damit greift das Team ein relevantes Gesundheitsthema auf, das im Alltag vieler Menschen eine große Rolle spielt und zugleich noch viel Potenzial für bessere digitale Unterstützung bietet.
Die Auszeichnung würdigte nicht nur die Idee selbst, sondern auch die strukturierte Ausarbeitung, die klare Präsentation und den praxisnahen Ansatz des Teams.
Zusammenarbeit als Grundlage für Innovation
Der CSI x One AIM Summit 2026 Make-a-thon machte sichtbar, wie wertvoll die Verbindung von studentischer Innovationskraft, medizinischer Praxis und regionaler Vernetzung ist. Gerade im Gesundheitswesen entstehen tragfähige Lösungen dort, wo unterschiedliche Perspektiven frühzeitig miteinander ins Gespräch kommen.
Das anschließende Get-together bot dafür den passenden Rahmen. Studierende, Praxispartner, Forschende, Start-ups und Investor*innen nutzten die Gelegenheit, um die präsentierten Ideen weiterzudenken, neue Kontakte zu knüpfen und mögliche nächste Schritte zu besprechen.
Für das Projekt Care for Sustainable Innovation ist genau dieser Austausch ein wichtiger Baustein: Innovationen im Gesundheitswesen sollen nicht isoliert entstehen, sondern gemeinsam mit den Akteur*innen entwickelt werden, die Herausforderungen kennen, Lösungen anwenden und Veränderungen vorantreiben.
Ein herzlicher Dank gilt One AIM, allen Challenge-Geber*innen, der Jury, den teilnehmenden Studierenden sowie allen Partnern und Unterstützer*innen, die diesen Abend ermöglicht haben. Die vorgestellten Ideen und Gespräche geben wertvolle Impulse für die weitere Zusammenarbeit im regionalen Gesundheitsökosystem.
Als Region Aachen Zweckverband und CSI-Team freuen wir uns darauf, diese Impulse weiterzuverfolgen, junge Talente stärker einzubinden und die Vernetzung zwischen Gesundheitswirtschaft, Wissenschaft, Start-ups und Praxis weiter auszubauen.