20.04.2021

GeSICHTet – Was macht eigentlich …

COVID-19 hat unseren Alltag verändert, sowohl privat als auch beruflich. Insbesondere Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen, oder Ladenschließungen erschweren das tägliche Geschäft. In unserer neuen Reihe „GeSICHTet“ präsentiert sich jede Woche ein Unternehmen aus der Region und erklärt, wie es die aktuelle Situation meistert. Den Auftakt macht die Sodermanns Automobile GmbH.

3 Fragen an Ralf Sontag, zuständig für Marketing und Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei F. Sodermanns Automobile GmbH.

Was macht Ihr Unternehmen eigentlich?

Automobile Sodermanns entwickelt individuelle Fahrzeugumbauten für Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Unser Ziel: Menschen Mobilität zu ermöglichen und somit Selbstbestimmtheit und Freiheit erleben zu können. Dieses Jahr feiern wir bereits das 25 jährige Firmenbestehen. Zu unseren Kunden gehören Selbst- und Beifahrer und Familien mit behinderten Kindern mit ganz unterschiedlichen Krankheitsbildern und Hintergründen. Entsprechend unterschiedlich sind unsere Umbauten: Linksgas, Rampen & Lifte, Rollstuhlverladesysteme, Handgeräte für Gas & Bremse, Multifunktions-Lenkraddrehknäufe, Sprachsteuerung, Bodenbegradigung und sogar das Autofahren mit dem Joystick ist bei uns möglich. Wir verfügen über eine Handicap-Fahrschule direkt im Haus mit umgebauten Fahrschulfahrzeugen und an weiteren sechs Standorten in NRW. Unser Ausstellung ist einmalig in Deutschland mit rund 180 Umbauten zum ausprobieren und testen auf unserem eigenen Verkehrsübungsplatz.

©F. Sodermanns

Wie sieht Familienfreundlichkeit bei Ihnen in Zeiten von COVID-19 aus?

Ein Höchstmaß an Flexibilität seitens des Unternehmens ist gerade in Coronzeiten unabdinglich geworden. Mitarbeiter mit Kindern, deren Partner unter Umständen ebenfalls berufstätig ist, brauchen größtmögliche Freiheit, um den Spagat zwischen Kinderbetreuung, Home Schooling und Beruf zu bewerkstelligen. Da sich die Coronaschutzverordnung bzw. die Arbeitsweise von Schulen und Kitas immer wieder, auch sehr kurzfristig ändern, sind betriebliche Planungen ebenso kurzfristig von Veränderungen betroffen. Dank des großartigen Einsatzes der Mitarbeiter, gelingt es uns aber immer wieder schnell und unbürokratisch auf sich verändernde Situationen zu reagieren.

Wie können Sie Ihre Angebote aufrecht erhalten?

Unsere Kunden gehören in der Regel immer einer Risikogruppe an, weshalb wir unsere Schutzmaßnahmen von Beginn an auf einem sehr hohem Niveau angesiedelt und immer alle Vorgaben übertroffen haben.

Zusätzlich werden unsere Digitalangebote wie die Live-Video-Beratung und Webinare zum Thema „Fahrzeugumbau & Führerschein mit Behinderung“ sehr gut angenommen und Interessierte aus ganz Deutschland melden sich dazu bei uns. Das sind private Kunden aber auch beispielsweise Unternehmen aus der Gesundheits- und Mobilitätsbranche sowie Vereine oder Verbände. Inhalte des Webinars sind unter anderem:

• Persönliche Bedarfsermittlung – Was muss vor dem Umbau geklärt sein?

• Mögliche Kostenträger

• Fahrschule für Menschen mit Handicap

• Umgebaute Fahrschulfahrzeuge

• Krankheitsbilder & Autofahren

• Welche Umbauten kommen in Frage

• Beifahrer, Selbstfahrer, Familien mit behinderten Kindern

• Welche Voraussetzungen müssen laut Gesetzgeber erfüllt sein (medizinisches & Fahreignungsgutachten)

Im zweiten Schritt ist in der Regel eine individuelle Bedarfsermittlung bei uns im Haus notwendig, bei der wir beispielsweise für Selbstfahrer eine Kräftemessung und Bewegungsanalyse mit anschließender Probefahrt im umgebauten Fahrschulwagen durchführen. Somit ist sichergestellt, dass der Umbau perfekt auf unseren Kunden angepasst ist und seinen Bedürfnissen zu 100% entspricht.

Eine Übersicht der Mitglieder unseres Kompetenznetzwerks Familienfreundliche Unternehmen Ihrer Region und weitere Informationen rund um das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie finden Sie hier:
www.familienfreundliche-unternehmen-regionaachen.de

Stichworte dieses Beitrags:

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