Das Projekt Care for Sustainable Innovation (CSI) startet eine neue Bewerbungsrunde für Innovationspartnerschaften. Vom 1. Oktober 2026 bis zum 31. Januar 2027 können sich Unternehmen, Start-ups, Hochschulen und Forschungseinrichtungen gemeinsam mit weiteren Partnern bewerben, um innovative Projektideen gezielt weiterzuentwickeln und in die praktische Anwendung zu bringen.
Mit dem neuen Aufruf erweitert CSI den bisherigen Bewerberkreis. Insbesondere Forschungseinrichtungen, Universitätskliniken, technologieorientierte Unternehmen und hochschulnahe Gründer*innen sollen verstärkt angesprochen werden. Ziel ist es, vielversprechende Forschungsergebnisse und technologische Entwicklungen mit konkreten Herausforderungen der Gesundheitsversorgung zu verbinden.
Die Innovationspartnerschaften bieten dafür einen strukturierten Rahmen: Sie unterstützen die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Versorgungspraxis und begleiten ausgewählte Projekte auf ihrem Weg zu einer tragfähigen Lösung.
Wer kann sich bewerben?
Gesucht werden engagierte Teams und Organisationen, die gemeinsam an innovativen Lösungen für eine digitale und nachhaltige Gesundheitswirtschaft arbeiten möchten.
Die Ausschreibung richtet sich insbesondere an:
- Unternehmen und Start-ups, die innovative Produkte, Technologien oder Dienstleistungen für die Gesundheitswirtschaft entwickeln.
- Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen, die wissenschaftliche Erkenntnisse und Forschungsergebnisse in konkrete Anwendungen überführen möchten.
- Universitätskliniken und Krankenhäuser, die neue Technologien und Versorgungskonzepte gemeinsam mit Innovationspartnern erproben oder weiterentwickeln möchten.
- Technologieorientierte Unternehmen und hochschulnahe Gründer*innen, die ihre Entwicklungen für den Gesundheitsmarkt weiter voranbringen möchten.
- Pflegeeinrichtungen, Gesundheitsversorger und Kommunen, die praktische Herausforderungen aus dem Versorgungsalltag einbringen und an neuen Lösungen mitarbeiten möchten.
Besonders willkommen sind Kooperationen, die unterschiedliche Kompetenzen und Perspektiven miteinander verbinden.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Für die Teilnahme an einer Innovationspartnerschaft gelten folgende Kriterien:
- Mindestens zwei Partner: Die Bewerbung erfolgt als Konsortium aus mindestens zwei Partnern. Darunter muss sich mindestens ein Unternehmen oder Start-up befinden.
- Regionaler Bezug: Mindestens ein Partner muss seinen Sitz oder eine Geschäftsstelle in der Wirtschaftsregion Aachen haben. Dazu gehören die Stadt Aachen, die StädteRegion Aachen sowie die Kreise Düren, Euskirchen und Heinsberg.
- Innovationspotenzial: Die Projektidee muss einen erkennbaren Neuheitswert besitzen oder einen bestehenden Ansatz praxisnah weiterentwickeln.
- Konkreter Anwendungsbezug: Gesucht werden umsetzungsorientierte Innovationsprojekte mit einer realistischen Perspektive für die praktische Anwendung. Reine Grundlagenforschung ist ausgeschlossen.
- Nachhaltigkeit und regionaler Mehrwert: Die Lösung soll zur digitalen und/oder nachhaltigen Transformation der Gesundheitswirtschaft in der Region Aachen beitragen.
Wichtig: Die Projektidee muss noch nicht vollständig entwickelt sein. Bewerbungen sind bereits in der Konzeptphase möglich. Auch bestehende Prototypen oder Lösungen, die sich schon am Markt befinden, können im Rahmen einer Innovationspartnerschaft weiterentwickelt werden.
Welche Innovationen werden gesucht?
Die Ausschreibung ist thematisch breit aufgestellt. Besonders gefragt sind Ideen, die aktuelle Herausforderungen der Gesundheitsversorgung aufgreifen und durch neue Technologien oder branchenübergreifende Zusammenarbeit lösen.
Mögliche Innovationsfelder sind beispielsweise:
- Künstliche Intelligenz und Digitalisierung: KI-gestützte Anwendungen, digitale Gesundheitslösungen und intelligente Prozessoptimierung.
- Telemedizin und Robotik: Neue Technologien zur Unterstützung medizinischer und pflegerischer Versorgungsprozesse.
- Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft: Ressourcenschonende Materialien, nachhaltige Produkte und innovative Ansätze zur Abfallvermeidung.
- Energie und innovatives Bauen: Energieeffiziente Technologien und nachhaltige Infrastruktur für Einrichtungen des Gesundheitswesens.
- Neue Versorgungsmodelle: Innovative Konzepte zur Verbesserung von Gesundheitsdienstleistungen und Versorgungsabläufen.
Besonders interessant sind sogenannte Cross-Innovationen, bei denen Lösungen aus anderen Branchen neue Möglichkeiten für die Gesundheitswirtschaft eröffnen.
Von der Projektidee zur praktischen Anwendung
Ausgewählte Innovationspartnerschaften erhalten bis spätestens Ende 2027 eine individuelle Begleitung durch das CSI-Projektteam.
Das Unterstützungsangebot umfasst:
- Bis zu zehn individuelle Workshops und Coachings, um Projektideen weiterzuentwickeln, Anwendungsfelder zu identifizieren und Geschäftsmodelle zu konkretisieren.
- Zugang zu einem starken Netzwerk in Nordrhein-Westfalen mit Kontakten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesundheitsversorgung und weiteren Innovationsbereichen.
- Unterstützung bei Fördermitteln und Finanzierung, beispielsweise bei der Identifikation geeigneter Förderprogramme und Finanzierungsmöglichkeiten.
- Mehr Sichtbarkeit für innovative Projekte durch Präsentationen auf der CSI-Projektwebsite, bei Veranstaltungen und über Social Media.
Alle Informationen zur Bewerbung und zur Partnerbörse findet ihr hier: