Die Pflege braucht keine Versprechen – sie braucht Lösungen, die funktionieren.
Genau das stand im Mittelpunkt des Digitalgipfel Pflege 2026, der am Mittwoch, 26. April 2026, im AOK-Haus Aachen stattfand. Vorgestellt wurden digitale Produkte, Prozesse und Projekte, die bereits heute in Pflegeeinrichtungen im Einsatz sind – praxisnah, anwendbar und auf die Realität des Pflegealltags ausgerichtet.
Fachvorträge, Praxisbeispiele und Diskussionsrunden bildeten den Rahmen – kompakt, anwendungsnah und auf den Punkt.
Warum Digitalisierung jetzt zählt
Die Pflege steht unter erheblichem Druck: Fachkräftemangel, steigende Pflegebedarfe und ein hoher Dokumentationsaufwand prägen den Alltag vieler Einrichtungen. Digitale Lösungen setzen genau hier an – nicht als Selbstzweck, sondern als konkrete Entlastung für Menschen, die täglich unter Druck arbeiten.
„Wir erleben in vielen Projekten, dass digitale Anwendungen dann besonders erfolgreich sind, wenn sie sich konsequent an den tatsächlichen Bedarfen in den Einrichtungen orientieren. Genau solche Lösungen, die im Alltag wirklich funktionieren und akzeptiert werden, standen hier im Mittelpunkt“ , hob Heiko Jansen, Regionaldirektor der AOK Rheinland/Hamburg in der Region Aachen – Düren – Heinsberg, hervor.
Einblicke in die Praxis
Die vorgestellten Anwendungen deckten ein breites Spektrum ab – von der Digitalisierung eines bundesweiten Pflegedienstes über konkrete Lösungen für Organisation und Arbeitsabläufe bis hin zu neuen Entwicklungen im Bereich KI und mobiler Apps:
- Smarte Organisation – digitale Schlüsselverwaltung und Küchenmanagementsysteme, die Abläufe spürbar vereinfachen
- KI in der Pflegesoftware – Module für Anbieter, die sich in bestehende Systeme integrieren lassen
- Sensortechnologie – hochauflösende Systeme für Pflegebetten für eine datenbasierte Betreuung
- Biografiearbeit mit KI – aus Sprachaufnahmen entstehen interaktive Lebensgeschichten für eine individuellere und vertrauensvollere Begleitung
- Qualifizierung digital – KI-gestützte Lernplattformen mit praxisnahem Wissen für Pflegepersonal
- Interne Kommunikation – eine Mitarbeiter-App, verfügbar in 123 Sprachen
Die Beispiele verdeutlichten: Digitalisierung wird vor allem dort wirksam, wo sie konkrete Entlastung schafft und sich nahtlos in bestehende Arbeitsprozesse einfügt.
Vernetzen, lernen, weiterdenken
Der Digitalgipfel Pflege 2026 bot Fachkräften, Einrichtungsleitungen und Technologieanbietern die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen – über konkrete Projekte, mögliche Kooperationen und die Frage, wie Digitalisierung in der Region weiter vorangetrieben werden kann.
„In der Region Aachen leben wir eine sehr enge Zusammenarbeit von Gesundheitsversorgung, Forschung und innovativen Unternehmen. Diese Vernetzung ist eine wichtige Voraussetzung, um neue digitale Lösungen zu entwickeln und sie auch in die praktische Anwendung zu bringen“, fasste Ulla Thönnissen, Geschäftsführerin des Region Aachen Zweckverbands (RAZV), zusammen.
Der Digitalgipfel Pflege steht für eine Zusammenarbeit, die über einzelne Veranstaltungen hinausgeht. Die Region Aachen bleibt ein aktiver Treiber digitaler Innovation im Gesundheitswesen – mit dem Ziel, neue Lösungen nicht nur zu entwickeln, sondern sie dauerhaft in die Praxis zu bringen. Wer die Entwicklungen rund um Care for Sustainable Innovation verfolgen möchte, findet aktuelle Informationen auf der Website des Region Aachen Zweckverbands.
Organisiert wurde der Digitalgipfel Pflege von der AOK Rheinland/Hamburg gemeinsam mit den Partnern des Projekts „Care for Sustainable Innovation„, das die digitale Transformation der Gesundheitswirtschaft in der Region gezielt vorantreibt.
Care for Sustainable Innovation ist ein Projekt der Partner: Region Aachen Zweckverband (RAZV), Stadt Aachen, StädteRegion Aachen, WFG für den Kreis Heinsberg mbH, Uniklinik RWTH Aachen, RWTH Aachen University, digitalHUB Aachen e.V., MA&T Sell & Partner GmbH, MedLife e.V. und AGIT MBH.
Das Projekt wird realisiert mit finanzieller Unterstützung des Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW und der Europäischen Union (EFRE/JTF).
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Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen University, Wirtschaftsförderung Aachen