Am 28. April 2026 fand im OecherLab der Stadt Aachen die fünfte Cross-Innovations-Werkstatt statt.
Diesmal stand eine konkrete Frage im Mittelpunkt:
Wie können Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie dazu beitragen, das Gesundheitswesen nachhaltiger zu gestalten?
Dazu kamen Vertreter*innen aus Wissenschaft, Industrie und den Bereichen Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft zusammen.
Ein neues Format: Brückenwelten
Erstmals kam in dieser Werkstatt das Format Brückenwelten zum Einsatz, das Cersten Frank zu Beginn der Veranstaltung vorstellte. Die Idee dahinter: KI-gestützte Vorbereitung – etwa zur Schärfung eigener Anliegen und zur Gruppenbildung – wird mit einem bewusst offen gehaltenen Gesprächsrahmen verbunden, der den inhaltlichen Austausch von Anfang an in den Vordergrund stellt.
Fachlicher Input: Biopolymere in der Medizin
Den inhaltlichen Einstieg gestalteten Anna Tietjen, Rosario Othen und Juliane Wipperfürth vom Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University. Ihr Vortrag gab einen Überblick über Grundlagen und Anwendungsfelder von Biopolymeren im Gesundheitsbereich – und zeigte, welche Möglichkeiten biobasierte Materialien für medizinische Anwendungen eröffnen können.
Offene Arbeitsphase und konkrete Ideen
Der Arbeitsteil der Werkstatt war bewusst offen strukturiert: Anstelle vorgegebener Themenblöcke formulierten die Teilnehmenden selbst die Fragestellungen, die sie beschäftigen. Aus diesem Prozess heraus entstanden zwei Ideen, die in Kleingruppen weiter ausgearbeitet wurden.
Eine Gruppe befasste sich mit Trägertextilien als Substrat für Gebäudebegrünung – ein Ansatz an der Schnittstelle von Textiltechnik, Architektur und Bioökonomie, der Fassaden sowohl klimaresilienter als auch gesundheitsförderlicher machen soll.
Die zweite Gruppe entwickelte die Idee eines standardisierten Nachhaltigkeitslabels für Medizinprodukte – angelehnt an Systeme wie NutriScore oder TÜV-Zertifizierungen – das Einkaufsabteilungen und medizinischem Personal bessere Vergleichsmöglichkeiten bieten soll.
Beide Ansätze wurden auf einem Ideation Canvas dokumentiert und sollen im weiteren Projektverlauf vertieft werden.
Ausblick
Die sechste und abschließende Cross-Innovations-Werkstatt im Rahmen des Care for Sustainable Innovation-Projekts findet am 2. Juli 2026 im SuperC der RWTH Aachen statt. Thema: Bauen und Energie im Gesundheitswesen.
Care for Sustainable Innovation ist ein Projekt der Partner: Region Aachen Zweckverband (RAZV), Stadt Aachen, StädteRegion Aachen, WFG für den Kreis Heinsberg mbH, Uniklinik RWTH Aachen, RWTH Aachen University, digitalHUB Aachen e.V., MA&T Sell & Partner GmbH, MedLife e.V. und AGIT MBH.
Das Projekt wird realisiert mit finanzieller Unterstützung des Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW und der Europäischen Union (EFRE/JTF).
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Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen University, Wirtschaftsförderung Aachen
📷 © Martin Braun