07.05.2026

Neuer Aktionsplan stärkt Sicherheit bei Arzneimitteltherapien 2026–2029

Vom Rezept bis zur Langzeitmedikation: Medikationsfehler führen in Deutschland jährlich zu rund 250.000 Krankenhauseinweisungen – viele davon vermeidbar. Das Bundeskabinett hat nun den Aktionsplan AMTS 2026–2029 beschlossen, um die Sicherheit bei der Behandlung mit Medikamenten zu erhöhen.

Bereits seit 2007 verfolgt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) das Ziel, die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) in Deutschland kontinuierlich zu verbessern. Der neue Aktionsplan für 2026–2029 baut auf diesem bewährten Ansatz auf und setzt verstärkt auf digitale Lösungen, wie den elektronischen Medikationsplan (eMP), das E-Rezept und die elektronische Patientenakte (ePA).

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) betont: „Schätzungsweise 250.000 Krankenhauseinweisungen resultieren jährlich aus Medikationsfehlern, die in vielen Fällen vermeidbar sind. Mit dem Aktionsplan wollen wir genau das erreichen – mehr Wissen durch mehr Daten, digitale Lösungen und ein gestärktes Bewusstsein für Wechsel- und Nebenwirkungen.“

Eine interprofessionelle Koordinierungsgruppe aus Ärzten, Apothekern, Pflegekräften sowie Vertreterinnen und Vertretern von Krankenhäusern und Patientenverbänden wird nun konkrete Handlungsempfehlungen erarbeiten. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Heilberufen zu stärken, Verantwortlichkeiten klar zu regeln und Risiken bei Mehrfachmedikation sowie beim Absetzen von Arzneimitteln besser zu überwachen.

Darüber hinaus werden neue Messverfahren entwickelt, um die Wirksamkeit von Arzneimitteltherapien präziser zu bestimmen. Die AMTS-Forschung fokussiert dabei auf Vollständigkeit, Aktualität und Verständlichkeit der Medikationsinformationen für Patientinnen und Patienten.

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© Martin Braun

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