11.03.2026

Innovation, Resilienz und Hightech: Region Aachen bündelt Kräfte für mehr Sicherheit

Die sicherheitspolitische Lage in Europa hat sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Neben klassischen militärischen Risiken rücken Themen wie Cyberangriffe, hybride Bedrohungen und die Resilienz kritischer Infrastrukturen zunehmend in den Fokus. Auch Nordrhein-Westfalen bündelt deshalb verstärkt seine Aktivitäten in den Bereichen Sicherheit, Verteidigung und technologischer Innovation und schafft neue Netzwerk- und Förderstrukturen.

Für die Region Aachen und die Euregio Maas-Rhein ergeben sich daraus besondere Chancen. Durch ihre Lage im unmittelbaren Umfeld wichtiger militärischer und logistischer Strukturen – etwa der NATO-Standorte in Geilenkirchen und Brunssum – ist die Region Teil eines sicherheitsrelevanten Innovationsraums in Westeuropa. Gleichzeitig verfügt die Region über eine außergewöhnlich leistungsfähige Hochschul- und Forschungslandschaft sowie eine Vielzahl technologieorientierter Unternehmen, deren Kompetenzen in vielen Bereichen auch für sicherheitsrelevante Anwendungen von Bedeutung sind.

Netzwerke nutzen – Geschwindigkeit erhöhen

Der Region Aachen Zweckverband möchte dieses Potenzial frühzeitig nutzen und regionale Kräfte stärker bündeln. Gemeinsam mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und weiteren regionalen Akteuren sollen Innovationsfelder mit sogenannten Dual-Use-Technologien – etwa in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Sensorik, Produktionstechnik oder Cybersicherheit – identifiziert und gezielt weiterentwickelt werden. Ziel ist es, frühzeitig tragfähige Netzwerke aufzubauen, Fördermöglichkeiten auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene zu erschließen und die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand weiter zu intensivieren.

Dabei geht es auch darum, vorhandene Kompetenzen und Initiativen stärker zu bündeln und die Geschwindigkeit der regionalen Prozesse zu erhöhen. Der Region Aachen Zweckverband will hier eine aktive koordinierende Rolle übernehmen, um relevante Akteurinnen und Akteure schneller zusammenzubringen und neue Kooperationsprojekte anzustoßen. Die notwendigen Ressourcen hierfür stehen bereit.

Breite Zustimmung im Ausschuss Wirtschaft, Innovation, Gesundheit und euregionale Entwicklung

Ein wichtiger Impuls wurde dazu auch im Ausschuss für Wirtschaft, Innovation, Gesundheit und euregionale Entwicklung des Region Aachen Zweckverbands am 10. März gesetzt. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten dort über die Rolle der Region Aachen im Bereich sicherheitsrelevanter Innovationen. Neben den Ausschussmitgliedern nahm unter anderem Prof. Thomas Ritz, Rektor der FH Aachen, Prof. Frank Janser vom Fachgebiet Luft- und Raumfahrttechnik der FH Aachen sowie ein Vertreter des Fraunhofer-Instituts teil. Einen fachlichen Impuls lieferte Dr. Stephan Recher von NMWP Management GmbH (NMWP.NRW // Aerospace.NRW), der Perspektiven für die strukturelle Entwicklung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Nordrhein-Westfalen sowie mögliche Anknüpfungspunkte für die Region Aachen aufzeigte.

Seitens der FH Aachen wurde in der Diskussion insbesondere die Bedeutung des Region Aachen Zweckverbands als zentraler Netzwerkakteur und verbindendes Element der Region hervorgehoben. Die Hochschule betonte ihr Vertrauen in die langjährige Erfahrung des RAZV in der euregionalen Zusammenarbeit, um Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik effektiv zu vernetzen und die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie entsprechende Forschungsaktivitäten in der Region Aachen zeitnah strategisch aufzustellen.

Die vom Region Aachen Zweckverband vorgelegte Beschlussempfehlung, das Themenfeld Sicherheit und Verteidigung mit Blick auf Forschung, Innovation und wirtschaftliche Potenziale proaktiv zu verfolgen und entsprechende Netzwerke in der Region aufzubauen, wurde vom Ausschuss einstimmig angenommen. Damit wurde ein klares Signal gesetzt: Die Region Aachen will ihre technologischen und wissenschaftlichen Stärken aktiv einbringen, um Innovation, Resilienz und Kooperation in diesem strategisch wichtigen Zukunftsfeld weiter voranzutreiben.

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