11.06.2024

Hitzeschutz im Gesundheitssektor

Anlässlich des bundesweiten Hitzeaktionstags am 5. Juni informierten das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr über die Hitzeschutzmaßnahmen der Landesregierung.

Die Landesregierung hat beim Landeszentrum Gesundheit Nordrhein- Westfalen (LZG.NRW) eine Landeskoordinierungsstelle für gesundheitsbezogenen Hitzeschutz eingerichtet, die unter anderem die Kommunen zum Themenfeld Hitze und Gesundheit und zur Hitzeaktionsplanung berät und begleitet.  Vor dem Hintergrund, dass Hitze bei Kinder und ältere Menschen ein besonderes Gesundheitsrisiko darstellt hat das LZG.NRW in Zusammenarbeit mit Akteurinnen und Akteuren aus dem Gesundheits- und Pflegewesen Arbeitshilfen für den einrichtungsbezogenen Hitzeschutz erstellt.

Gleich in mehrfacher Hinsicht können Einrichtungen des Gesundheitswesens – wie zum Beispiel Krankenhäuser, Seniorenheime oder sonstige Pflege- und Wohneinrichtungen – von Hitze betroffen sein:

  1. Einrichtungen des Gesundheitswesens sind als Lebenswelten von besonders gefährdeten Personengruppen betroffen, da während Hitzeperioden bestimmte Bevölkerungsgruppen (z.B. vorerkrankte oder ältere Menschen) eines besonderen Hitzeschutzes bedürfen.
  2. Die in den Einrichtungen des Gesundheitswesens arbeitenden Menschen sind besonderen Belastungen während Hitzeperioden ausgesetzt. Es gilt, die eigene Gesundheit zu schützen – nur so kann auch die Arbeitsfähigkeit erhalten und die Tätigkeit für bedürftige Personen gewährleistet werden.
  3. Während extremer Hitzeperioden muss immer auch mit einem hohen Fallaufkommen und außergewöhnlichen Notsituationen in Einrichtungen des Gesundheitswesens gerechnet werden. Nach allem, was die Klimaforschung an Erkenntnissen vorliegen hat, werden die Extremereignisse zunehmen und der einrichtungsbezogene Hitzeschutz von Sommer zu Sommer wichtiger werden.

Für Einrichtungen des Gesundheitswesens können Hitzeschutzpläne ein geeignetes Mittel sein, um sich umfassend auf Hitzewellen vorzubereiten. Einerseits sind die Herausforderungen, die sich aus Hitzeereignissen ergeben, vielfältig – andererseits sind die Voraussetzungen der einzelnen Einrichtungen sehr unterschiedlich. Ein systematisches, einrichtungsbezogenes Vorgehen, orientiert an übergeordneten Arbeitshilfen, ist daher bei der Erstellung von Hitzeschutzplänen besonders vielversprechend.

Weiter Informationen zu den Arbeitshilfen finden Se hier: https://www.lzg.nrw.de/ges_foerd/klima_gesundheit/hsp/index.html

Ansprechpartner*in

Elke Breidenbach
Leiterin Gesundheitswirtschaft
+49 241 927 8721-70

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