11.02.2022

Ein Jahr „Region Aachen rettet“!

Heute vor einem Jahr – passend zum Europäischen Tag des Notrufs – schaltete die Initiative Region Aachen rettet die gleichnamige Alarmierungs-App für Ersthelfer*innen in der gesamten Region frei.

Die App alarmiert zeitgleich mit dem Rettungsdienst eine registrierte Person in unmittelbarer Nähe zum Notfall, sodass diese im kritischen Zeitfenster mit Reanimationsmaßnahmen beginnen kann, noch bevor der Rettungsdienst eintrifft. Durch diesen Zeitgewinn steigen die Überlebenschancen der Patient*innen!

Auf zahlreiche Erfolge kann die Initiative nun anlässlich ihres ersten Jahrestages zurückblicken: Mehr als 4.000 Ersthelfer*innen stark ist das Netzwerk der Region Aachen rettet-App mittlerweile, in über 700 Rettungseinsätzen kamen sie in der gesamten Region Aachen bereits zum Einsatz. Zu Beginn des Jahres konnten die ersten ehrenamtlichen Lebensretter*innen, die schon mehr als 10 Einsätze hatten, ausgezeichnet werden.

Die Initiative wird wissenschaftlich begleitet. Johanna Fabianek, RWTH Aachen, widmet ihre Doktorarbeit Region Aachen rettet und hat bereits erste Daten vorliegen: „In der Stadt Aachen waren über die App alarmierte Ersthelfer*innen meistens vor Eintreffen des Rettungsdienstes bzw. Notarztes beim Patienten – und dann mit einem Zeitvorteil von über zwei Minuten.“ Im Rahmen ihrer Doktorarbeit untersucht sie in engem Austausch mit den Rettungsdiensten der Gebietskörperschaften, ob und wie sich die Ankunftszeiten der Ersthelfer*innen von Stadt zur ländlichen Region unterscheiden: „Die Daten über die Ankunftszeiten der Ersthelfer*innen helfen uns dabei, bei eventuellen zeitlichen Unterschieden zielgerichtet Maßnahmen einzuleiten. “ In der Region Aachen müssen jährlich ca. 1.000 Notfallpatient*innen wiederbelebt werden. Ein Zeitfenster von 3-5 Minuten sollte bei der Reanimation nicht überschritten werden, da sonst irreversible Hirnschäden oder der Tod eintreten. Im Schnitt benötigen Rettungsdienste jedoch 8-9 Minuten bis zum Eintreffen beim Patienten. Aufgrund dieser Zeitlücke überleben etwa nur 10% der Patient*innen mit Herz-Kreislauf-Stillstand, der außerhalb von Krankenhäusern erlitten wird.

Die Einführung eines einheitlichen Alarmierungssystems für die Region Aachen ermöglicht, dass Ersthelfer*innen im Notfall  in der gesamten Region Aachen mit ihren 1,3 Millionen Einwohner*innen in 46 Städten und Gemeinden und nicht nur an ihrem Wohnort Menschenleben retten können.

Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an!

Region Aachen rettet auf den Flagpole in Aachen
Region Aachen rettet auf den Flagpole in Aachen
Region Aachen rettet auf den Flagpole in Aachen

Aktuelle Meldungen

Care for Sustainable Innovation startet in das zweite Projektjahr

14.01.2026
CSI startet 2026 in das zweite Projektjahr mit neuen Impulsen sowie bewährten Veranstaltungsformaten rund um Innovation im Gesundheitswesen.
mehr ...

Region Aachen rettet – gemeinsam Leben retten

14.01.2026
Region Aachen rettet 2025 - Mehr als 8.800 registrierte Ersthelfer*innen, eine gesicherte App-Lösung bis 2029 und klare Ziele für 2026.
mehr ...

DMEA nova Award 2026: Bewerbungsphase gestartet!

15.12.2025
Der DMEA nova Award 2026 bietet innovativen E-Health-Start-ups eine etablierte Plattform zur Präsentation zukunftsweisender Lösungen in der digitalen Gesundheitsversorgung. Insgesamt werden 20 Start-ups ausgewählt. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Januar 2026.
mehr ...

Rückblick MEDICA 2025: Starker Auftritt der Gesundheitsregion Aachen

04.12.2025
Die MEDICA 2025 zeigte die Innovationskraft der Gesundheitsregion Aachen. Mit Care for Sustainable Innovation, starken Partnern und internationalem Austausch setzte die Region wichtige Impulse für Digitalisierung, Nachhaltigkeit und MedTech-Entwicklungen.
mehr ...

Up to Date in Sachen Wirtschaft und Arbeit, Strukturwandel, Kultur, Gesundheit, Klima und Euregio?

Mit unserem Newsletter kein Problem!