Runder Tisch Internationale Fachkräftesicherung
Um regionale Aktivitäten gezielt abzustimmen und Synergien zu heben, hat die Regionalagentur im RAZV einen Runden Tisch Internationale Fachkräfte in der Region Aachen initiiert, der im Oktober 2025 zum ersten Mal zusammentrat. Neue Akteure in diesem Bereich sind das Welcome Center und die FAI NRW.
NRW Fachkräfteagentur International (FAI NRW)
Die FAI NRW ist Bürokratie- und Integrationslotse für Unternehmen im Auftrag des Landes NRW. Sie befähigt Arbeitgeber*innen in NRW, den Prozess der Gewinnung internationaler Fachkräfte erfolgreich zu bewältigen. Vielfältigen bürokratischen und logistischen Hürden sowie den Problemen reibungsloser Integration stellt die FAI NRW einen praxisorientierten Werkzeugkasten entgegen und unterstützt zum Beispiel mit persönlicher Beratung, mit Checklisten, Seminaren oder Workshops. Dabei stimmt sie sich eng mit lokalen Akteur*innen ab und bietet ein ergänzendes Angebot ohne Doppelstrukturen zu schaffen. FAI NRW ist ein Projekt der DeFa GmbH, gefördert aus Mitteln des Landes NRW und der EU.
Welcome Center Rheinisches Revier (WCR)
Mit dem Welcome Center für internationale Fachkräfte sowie kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) fördert das Land NRW den Aufbau und Betrieb eines Kompetenzzentrums für Fragen der beschäftigungsbezogenen Integration internationaler Fachkräfte im Rheinischen Revier. Die Unterstützung ist auf drei Jahre angelegt und verfolgt das Ziel, Akteure unter dem »Dach« des WCR als Partnernetzwerk zusammenzuschließen, um gemeinsam den strukturellen Wandel in der Region durch eine erfolgreiche Erwerbsmigration zu stärken.
Hier gelangen Sie zur Pressemitteilung zum Start des WCR.
Kooperationsvereinbarung zwischen Land und Region
Zur Koordinierung der Aktivitäten zwischen Land und Region wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen der FAI NRW und der Region Aachen geschlossen.
Im Rahmen der ersten Sitzung des Runden Tisches Internationale Fachkräfte in der Region Aachen wurde die Kooperationsvereinbarung inhaltlich final zwischen den regionalen Akteur*innen und der FAI NRW abgeglichen. Nach Zustimmung durch den Fachausschusses für (eu)regionale Arbeit, Fachkräftesicherung, Bildungs- und Wissensregion sowie der Verbandsversammlung des RAZV wird die Vereinbarung durch den Vorsitzenden des Fachausschusses Arbeit sowie dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen (MAGS) bzw. der FAI NRW unterzeichnet.
In der Vereinbarung sind auch regionale Ansprechpartner*innen auf beiden Seiten festgehalten. Für die Region Aachen wurden Astrid Brokmann (Agentur für Arbeit Aachen-Düren) und Simon Zabel (Regionalagentur Region Aachen im RAZV) benannt. Sie sollen als Schnittstelle zu den regionalen Akteur*innen fungieren, Bedarfe melden, die Zusammenarbeit mit lokalen Akteur*innen koordinieren sowie sicherstellen, dass keine Doppelstrukturen entstehen. Das wird unter anderem durch den Austausch im Runden Tisch gewährleistet. Als Ansprechpartnerin von Seiten der FAI NRW wurde Shyney Vallomtharayil benannt, die sich beim ersten Runden Tisch den Akteur*innen vorstellte.
Regionalagentur als Bindeglied
Der Austausch beim ersten Runden Tisch zeigte: Internationale Fachkräfte sind für die Zukunftsfähigkeit unserer Region unverzichtbar. Nur durch enge Vernetzung, klare Aufgabenverteilung und gemeinsame Unterstützung für Unternehmen und Fachkräfte können wir die Potenziale bestmöglich heben.
Die Regionalagentur Region Aachen im RAZV bringt sich dabei als Bindeglied zwischen der Region und dem MAGS ein. Gemeinsam wollen wir mit der FAI NRW und dem WCR Prozesse so gestalten, dass die Fachkräftesicherung der Region Aachen nachhaltig gestärkt wird.
Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union.