02.03.2026

4. Cross-Innovations-Werkstatt: Mobilität als Schlüssel für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung

Am Freitag, den 27. Februar 2026, wurde das SuperC der RWTH Aachen mit seinem eindrucksvollen Blick über die Aachener Innenstadt zum Ort für Austausch, Inspiration und konkrete Ideen für zukunftsfähige Mobilitätslösungen in der Gesundheitsversorgung.

Praxisimpulse und Problemverständnis

Zum Auftakt gab Jan Fabry (St. Gereon Seniorendienste) mit seinem Vortrag „Mobilität ist Versorgung – kein Drumherum. Mehr Lebensqualität – weniger Belastung im Team“ einen praxisnahen Einblick in die konkreten Schmerzpunkte der täglichen Versorgungsrealität. Deutlich wurde, dass Mobilität in der Versorgung weit mehr bedeutet als einzelne Fahrten: Entscheidend ist das abgestimmte Zusammenspiel von Abläufen, Übergaben und Planung.

Einen ergänzenden Lösungsansatz brachte Maximilian Rütten (ioki GmbH) mit seinem Vortrag „On-Demand-Mobilität als Hebel zur Entlastung des Gesundheits- und Pflegesystems“ ein. Anhand konkreter Anwendungsfälle wurde aufgezeigt, welches Potenzial flexible Mobilitätsangebote insbesondere für die medizinische Versorgung und die Medikamentenlogistik im ländlichen Raum entfalten können.

Zentrale Impulse aus dem Workshop
In den anschließenden Gruppenarbeitsphasen arbeiteten die Teilnehmenden in wechselnden Teams an den Themenfeldern ambulant, teilstationär, stationär und On-Demand. Dabei wurden unter anderem folgende Lösungsansätze identifiziert:

  • interoperable Plattformen mit Echtzeit-Datenfluss zwischen allen Beteiligten
  • KI-basierte Einsatz-, Ressourcen- und Bedarfsplanung
  • digitale, zugängliche Plattformen zur besseren Nutzung von Krankentransporten und ÖPNV

Vernetzungsperspektive und Ausblick
In der Diskussion wurde außerdem deutlich, dass viele Strukturen und Lösungsansätze noch immer in Silos gedacht werden. Gerade zwischen ambulanter und teilstationärer Versorgung besteht jedoch großes Potenzial, Themen stärker vernetzt zu betrachten und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Mit den Cross-Innovations-Werkstätten schafft Care for Sustainable Innovation gezielt Plattformen für cross-disziplinäre Zusammenkünfte aus Versorgung, Wissenschaft, Wirtschaft und Start-ups. Das Format leistet damit einen konkreten Beitrag zur Stärkung des Innovationsökosystems in der Region Aachen. Zugleich eröffnet es einen vielfältigen Ideenraum, in dem akute Problemstellungen aus der Praxis gemeinsam beleuchtet, neue Perspektiven entwickelt und tragfähige Projektideen oder Partnerschaften für eine zukunftsfähige Gesundheitswirtschaft angestoßen werden können.

Ein Ausblick steht bereits fest: Am 28.04.2026 findet im OecherLab die nächste Cross-Innovations-Werkstatt zum Thema „Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie im Gesundheitswesen“ statt. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Ansprechpartner*in

Martine Brink (ehem. Kuckartz)
Team Gesundheitswirtschaft
+49 (0)241 927 8721-82

In Kooperation mit
gefördert durch:

Aktuelle Meldungen

Erfolgreicher Auftakt der Innovationspartnerschaften im Projekt Care for Sustainable Innovation

02.03.2026
Die ersten Innovationspartnerschaften im Projekt Care for Sustainable Innovation sind gestartet. Gemeinsam entwickeln Unternehmen und Praxispartner aus der Region Aachen innovative Lösungen für die Gesundheitswirtschaft.
mehr ...

Digitalgipfel Pflege 2026: Gemeinsam die digitale Pflege von morgen gestalten

26.02.2026
Der Digitalgipfel Pflege 2026 stärkt den regionalen Austausch zur digitalen Transformation der Pflege. Im Fokus stehen praxisnahe Lösungen, technologische Innovationen und neue Kooperationsansätze für die Region Aachen.
mehr ...
© RAZV

AiNHARD: KI trifft Förderpraxis in der Region Aachen und der Euregio Maas Rhein

26.02.2026
Wie lässt sich die Suche nach passenden Förderprogrammen effizienter gestalten? Diese Frage stand am 24. Februar 2026 im Mittelpunkt der […]
mehr ...
pexels.com © cottonbro stu

Nordrhein-Westfalen stärkt die hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum - Hausarztaktionsprogramm 2026 neu ausgerichtet

19.02.2026
Nordrhein-Westfalen stärkt 2026 mit 3,5 Millionen Euro die hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Das weiterentwickelte Hausarztaktionsprogramm setzt gezielt auf nachhaltige und kooperative Versorgungsstrukturen.
mehr ...

Up to Date in Sachen Wirtschaft und Arbeit, Strukturwandel, Kultur, Gesundheit, Klima und Euregio?

Mit unserem Newsletter kein Problem!