KOPFKINO 2019 - Inspiration und Motivation für mehr als 100 Teilnehmer*innen

Arbeit

Woran Frauen bei Karriere denken

Inspiration und Motivation für ihren beruflichen und privaten Weg nahmen mehr als 100 Teilnehmerinnen mit beim „Kopfkino“, das Dienstagabend, 2. Juli 2019 im CAPITOL Lounge Kino Aachen stattfand. Zum dritten Mal präsentierte das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Region Aachen mit „KOPFKINO – Woran Frauen bei Karriere denken?“ eine Veranstaltung, bei der fünf Vorbildfrauen aus Unternehmen der Region über ihre Karrierewege berichten, die nicht immer nur geradeaus verlaufen sind.

Tipps für mehr Mut, innere Klarheit und Orientierung auf dem Karriereweg gab Zerrin Börcek (Börcek Consulting) in ihrem Impulsvortrag, bevor die Vorbildfrauen die Bühne betraten:

  • Barbara Görner, Softwareingenieurin bei Quality Automation GmbH, Stolberg
  • Sylvia Carola Schuster, Architektin und Gründerin von Projektitekt, Aachen
  • Monika Schneider, Abteilungsleiterin / Abteilung Schneiden / Continental Reifen Deutschland GmbH, Aachen
  • Stanimira Markova, CO-FOUNDER & CEO der GREENbimlabs GmbH, Aachen

©regionaachen_Foto Anja Blees v.l.n.r.: Monika Schneider, Birgit Franchy, Stanimira Markova, Sylvia Carola Schuster, Barbara Görner und Zerrin Börcek.

Woran denken Vorbildfrauen beim Wort „Karriere“?

Vor einigen Jahren habe ich den Begriff „Karriere“ ganz anders ausgelegt als heute – ich hatte das klassische Bild der Karriereleiter im Kopf, auf der man eine Stufe nach der anderen nach oben geht. Heute weiß ich, dass es für mich kein „Ankommen“ am Ende der Leiter gibt – der Weg das Ziel. Mir geht es eher darum, meine Berufung zu finden, als eine Karriere. Etwas, das mich voll und ganz erfüllt“, so Sylvia Carola Schuster.

„Karriere“ bedeutet für Birgit Franchy, „dass ich seit 21 Jahren von meinen Ideen leben kann. Das empfinde ich als Glück und Privileg. An Statussymbolen liegt mir nichts. Ich bin froh, dass ich meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen pünktlich bezahlen kann und von den Einkünften mit meinen Kindern gut leben und sie bei ihren Ausbildungen unterstützen kann – und das obwohl ich seit über 10 Jahren alleinerziehend bin, was ja gemeinhin als Armutsrisiko gilt.

Dass Karrierewege nicht immer geradeaus verlaufen, weiß Barbara Görner: „Bei meinem Jobeinstieg lief meine Karriere nicht geradeaus, zumindest nicht nach der Vorstellung von vielen in meinem Umfeld. Im Studium habe ich immer wieder gehört, ich müsse einen Job in einem namhaften Konzern haben, um „richtig“ Karriere zu machen. Aber jeder hat seine ganz eigene Definition von Karriere. Meine Position als Projektleiterin in einem kleinen, familiengeführten Unternehmen bedeutet für mich, genauso Karriere gemacht zu haben, wie jemand, der beispielsweise in einem Großkonzern als Abteilungsleiter arbeitet.

„Geradeaus gibt’s also nicht!“ lautete das Resümee des Abends, ob auf der Bühne oder im Saal beim anschließenden Netzwerken, der mehr als 100 Studentinnen, Ingenieurinnen und interessierten Frauen.

Region Aachen Zweckverband
Kompetenzzentrum Frau und Beruf
Janine Teucher
teucher@regionaachen.de

 

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