Corona-Infos für Kulturschaffende

Unterstützungsangebote in der Corona-Pandemie

Untenstehend sammeln wie aktuelle Informationen zu Unterstützungsangebote für Kultur- und Kreativschaffende in der Corona-Pandemie.

Letztes Update: 09.09.2021

Um die lebendige und vielfältige Kulturlandschaft NRWs zu sichern und kreative Potenziale freizusetzen, hat das Land angesichts der Auswirkungen der Corona-Krise insgesamt 185 Millionen Euro für das Kulturstärkungspaket bereitgestellt. Die Mittel sind Teil des umfassenden Konjunkturpakets des Landes. Zusätzlich zum regulären Kulturetat 2020 standen mit dem NRW-Stärkungspaket „Kunst und Kultur“ rund 460 Millionen Euro für die Kultur zur
Verfügung. Die Mittel können auch bis Ende 2021 weiter für Hilfsprogramme eingesetzt werden.

 1. Auf geht’s! Stipendienprogramm für freischaffende Künstler*innen

Die erste Runde des Stipendienprogramms Auf geht’s! wurde im August 2020 mit einer Gesamtsumme von 105 Millionen Euro ausgeschrieben und umgesetzt. Insgesamt 14.500 Künstler*innen haben bislang von diesen Mitteln profitiert. Die Landesregierung hat 2021 weitere 90 Millionen Euro für die Fortsetzung des Programms zur Verfügung gestellt. Die Antragsfrist ist im Juni 2021 abgelaufen.

2. Kulturstärkungsfonds für Kultureinrichtungen

Ziel des Kulturstärkungsfonds ist es, Kunst und Kultur im Land wieder erlebbar zu machen und Kultureinrichtungen bei der Durchführung ihrer Kulturprogramme unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie zu unterstützen – auch wenn sich der Betrieb unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten noch nicht rechnen sollte.

Programmlinien des NRW Kulturstärkungsfonds sowie neue Ausschreibungen werden nach und nach erarbeitet und hier bekannt gegeben.

Fragen zum Kulturstärkungsfonds können an folgende Mail gerichtet werden: nrw-kulturstaerkungsfonds@mkw.nrw.de

Auf Anregung der Regionalen Kulturbüros NRW hat der Kulturrat NRW eine Corona-Kultur-Sprechstunde eingerichtet. Es informiert über Hilfsmöglichkeiten in der Corona-Krise. Es werden individuelle telefonische Beratungen für Kulturschaffende in NRW angeboten:

  • Beratung zu finanziellen Soforthilfe-Programmen/ Entlastungen
  • Corona-Krisen-Beratung zur Vorsorge von negativen finanziellen Konsequenzen (Projektförderung, Fundraising)

Außerdem stellt der Kulturrat NRW ein Corona-FAQ zur Verfügung. Hier werden Fragen zu den NRW-Soforthilfen, Ausfällen von  Veranstaltungen, der Grundsicherung durch das Job-Center, Projektförderung des Landes sowie zum Umgang mit laufenden Kosten beantwortet.

Die Bundesregierung unterstützt mit einem umfangreichen Rettungs- und Zukunftsprogramm den Neustart des kulturellen Lebens in Deutschland. Nach einem erfolgreichen ersten Programm ruft NEUSTART KULTUR ein zweites Programm ins Leben.
 
Anträge können zwischen dem 15. September 2021 und 15. Oktober 2021 gestellt werden.

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige in allen
Wirtschaftszweigen finanziell unterstützt, die im Zeitraum Januar bis Juni 2021 Corona-bedingt hohe Umsatzeinbußen verzeichnen, aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für welche die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III daher nicht in Frage kommt. Dazu zählen Soloselbständige, die personenbezogene (z.B. Kosmetikerinnen und Kosmetiker) oder kreative, künstlerische Tätigkeiten ausüben (z.B. Musikerinnen und Musiker, Gestalterinnen und Gestalter, Fotografinnen und Fotografen) oder zum Beispiel im Gesundheitswesen (z.B. Therapeutinnen und Therapeuten, Trainer), der Tourismusbranche (z.B. Stadtführerinnen und Stadtführer, Reiseleiterinnen und Reiseleiter) oder Bildungsbranche (z.B. Sprachlehrerinnen und Sprachlehrer, Coaches) tätig sind.

Die Auszahlung der Neustarthilfe erfolgt in der Regel wenige Tage nach Antragstellung.

Anträge können einmalig bis zum 31. Oktober 2021 gestellt werden.

Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen

Ziel des Sonderfonds und der Bundesregierung ist es, kulturelle Veranstaltungen trotz der Unsicherheiten der Corona-Pandemie zu planen und durchzuführen. Der Fonds wird in allen Bundesländern eingesetzt und hat zwei verschiedene Module.

 1. Wirtschaftlichkeitshilfe

Die Wirtschaftlichkeitshilfe unterstützt dabei, eine Kulturveranstaltung unter den gültigen Hygieneregeln und mit einer reduzierten Publikumsanzahl durchführen zu können. Dank der Hilfe bleibt die Veranstaltung wirtschaftlich und die Veranstalter*innen erleiden keine Verluste.

Die Veranstaltung muss vor ihrer Durchführung registriert werden. Der Antrag auf Wirtschaftlichkeitshilfe kann erst nach der Veranstaltung gestellt werden.

2. Ausfallabsicherung

Größere Kulturveranstaltungen mit mindestens 2.000 Gästen haben die Möglichkeit, ihre Veranstaltung vor dem Durchführungsdatum für eine Ausfallabsicherung zu registrieren. Sollte die Veranstaltung verschoben, reduziert oder abgesagt werden müssen, kann ein Antrag auf Ausfallabsicherung gestellt werden.

Mit der Überbrückungshilfe III werden Unternehmen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro unterstützt (Grenze entfällt für von Schließungsanordnungen auf Grundlage eines Bund-Länder-Beschlusses betroffene Unternehmen des Einzelhandels, der Veranstaltungs- und Kulturbranche, der Hotellerie, der Gastronomie und der Pyrotechnikbranche sowie für Unternehmen des Großhandels und der Reisebranche).

Die Überbrückungshilfe III wurde um einen Eigenkapitalzuschuss erweitert. Weitere Neuerungen betreffen unter anderem die Erstattung von Fixkosten sowie eine Anschubhilfe für die Reise-, Veranstaltungs- und Kulturbranche. Außerdem sind nun kirchliche Unternehmen und Start-ups, die bis zum 31. Oktober 2020 gegründet wurden, antragsberechtigt. Seit dem 20. April 2020 können diese Tatbestände bei Neuanträgen berücksichtigt werden.

Anträge können bis zum 31. Oktober 2021 gestellt werden.

Mit dem Soforthilfeprogramm Vor Ort für Alle fördert der Deutsche Bibliotheksverband bundesweit zeitgemäße Bibliothekskonzepte in Kommunen mit bis zu 20.000 Einwohnern. Ziel ist es, Bibliotheken als Dritte Orte auch in ländlichen Räumen zu stärken und so einen Beitrag zu gleichwertigen Lebensverhältnissen zu leisten.

Aktuell können keine Anträge eingereicht werden. 2022 wird es wahrscheinlich eine neue Frist geben.

Ansprechpartner*in

Susanne Ladwein
Leiterin
Kulturbüro
+49 241 9278721-50

Ansprechpartner*in

Julia Schaadt
Team Kulturbüro
+49 241 9278721-51

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