Aktuelle Informationen für Kulturschaffende

Unterstützung in der Corona-Krise

Letztes Update: 04.01.2021

 

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Wir haben unser Büro nach Hause verlegt, sind aber weiterhin für Sie da. Mehr Infos hier.

 

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Unterstützungsprogramme für Kulturschaffende aufgelistet. Wir werden diese laufend aktualisieren.

 

November- und Dezemberhilfen

Die Informationen zu den November-/Dezemberhilfen – also der Unterstützung für Unternehmen und Solo-Selbstständige, die von den befristeten Corona-Schließungen im November betroffen sind – wurden konkretisiert. Mit der November-/Dezemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November bzw. Dezember 2019 gewährt. Solo-Selbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen.

Im Kulturbereich gilt das zum Beispiel für Künstler*innen, Veranstaltungsstätten, Ton- und Lichttechniker*innen (Solo-Selbstständig oder Firmen).

Alle Anträge können in den kommenden Wochen gestellt werden. Grundsätzlich erfolgt die elektronische Antragstellung über einen prüfenden Dritten (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder steuerberatende Rechtsanwälte). Ausgenommen sind Solo-Selbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen. Sie können den Antrag selbst stellen – ohne prüfenden Dritten. Zwingend erforderlich für die Authentifizierung im Direktantrag ist ein ELSTER-Zertifikat. Sollten Sie noch kein Zertifikat besitzen, können Sie dieses über das ELSTER-Portal beantragen.

Das Bundesministerium der Finanzen hat außerdem ein ausführliches FAQ zu der zielgerichteten außerordentlichen Wirtschaftshilfe - Novemberhilfe - zusammengestellt.

Anträge auf Novemberhilfe können bis zum 31.01.2021 gestellt werden.
Anträge auf Dezemberhilfe können bis zum 31.03.2021 gestellt werden.

 

 

Überbrückungshilfen von Bund und Ländern

Die Überbrückungshilfe bietet finanzielle Unterstützung für kleine und mittelständige Unternehmen, Selbstständige sowie gemeinnützige Organisationen. Sie soll helfen, Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern. Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit begrenzter Laufzeit.

 

Eine neue Überbrückungshilfe 3 bis Ende Juni 2021 umfasst auch die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbstständige“. Zu den zu berücksichtigenden Kosten soll für diese Gruppe künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von 25 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum zählen. Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche können zudem für den Zeitraum März bis Dezember 2020 Ausfallkosten geltend machen.

Der monatlichen Maximalbetrag wurde für alle Unternehmen auf 200.000 Euro pro Monat und für direkt oder indirekt von staatlichen Schließungen betroffene Unternehmen auf 500.000 Euro pro Monat erhöht, die Laufzeit des Programms für viele betroffene Unternehmen bis Ende Juni 2021 verlängert sowie den Kreis der Antragsberechtigten ausgedehnt.

Unternehmen können Anträge wie bisher elektronisch durch prüfende Dritte (Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, vereidigte Buchprüfer*innen oder Rechtsanwält*innen) über die Überbrückungshilfe-Plattform stellen.

Soloselbstständige, die Neustarthilfe (einmalig maximal 5.000 Euro) beantragen, können direkt Anträge stellen und dazu das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat nutzen.

Detaillierte Informationen gibt es hier.

 

 

Konjunkturpaket NEUSTART KULTUR

Die Bundesregierung unterstützt mit einem umfangreichen Rettungs- und Zukunftsprogramm den Neustart des kulturellen Lebens in Deutschland. Die Staatsministerin für Kultur und Medien will durch das gleichnamige Programm vor allem die vielen privaten Kultureinrichtungen in die Lage versetzen, so schnell wie möglich ihre Tore zu öffnen.

Für das Programm NEUSTART KULTUR stellt die Bundesregierung rund eine Milliarde Euro zur Verfügung. Ziel der Maßnahmen ist es, das durch die Corona-Pandemie lahmgelegte kulturelle Leben wieder anzukurbeln und dadurch Arbeitsmöglichkeiten für Künstler*innen und allen im Kulturbereich Tätigen zu schaffen.

Eine Übersicht zu den Förderprogrammen im Rahmen der NEUSTART KULTUR - Kulturinfrastrukturförderung hat der Deutsche Kulturrat erstellt.

 

NEUSTART für Bildende Künstler*innen

Förderprogramm der Künstlerverbände: Der BBK-Bundesverband und der Deutsche Künstlerbund setzen das Teilprogramm NEUSTART KULTUR für Bildende Künstlerinnen und Künstler um. Das Programm zielt auf die berufliche Stärkung und Entwicklung vor allem im Bereich Digitalisierung.

Modul A: DIGITAL-GUTSCHEIN und Modul B: MENTORING werden erneut vom 1. bis zum 28. Februar 2021 ausgeschrieben.

 

Themen-Ausschreibungen Fonds Soziokultur:

Der Fonds Soziokultur fördert aus Mitteln des BKM-Programms NEUSTART KULTUR mit insgesamt 10 Millionen Euro in den Jahren 2020/21 partizipative Kulturprojekte. Im Rahmen des Sonderprogramms wird es mindestens vier Themen-Ausschreibungen geben:

Netzwerke + Neue Schnittstellen: Antragsmöglichkeit: 1. bis 31. Oktober 2020 / Projektstart ab Anfang Dezember 2020

Young Experts + Ko-Produktion: Antragsmöglichkeit: 1. bis 30. November 2020 / Projektstart ab Mitte Januar 2021

Diversität + Inklusion + Vielfalt: Antragsmöglichkeit: 4. bis 31. Januar 2021 / Projektstart ab Mitte März 2021

Digitalität + Soziokultur: Antragsmöglichkeit: 1. bis 31. März 2021 / Projektstart ab Mitte Mai 2021

 

Maßnahmenpaket Fonds Darstellende Künste

Der Fonds Darstellende Künste legt im Rahmen von NEUSTART KULTUR das umfassende Maßnahmenpaket #TakeThat auf.

#TakeThat umfasst insgesamt 11 Programme, die sich an frei produzierende Künstler*innen/-gruppen aller Sparten sowie Produktionsorte und Festivals der Freien Szene in Deutschland richten. Darüber hinaus ergänzen die Programme AUTONOM und GLOBAL VILLAGES PROJECTS sowie die Konzeptionsförderung die Förderangebote des Fonds Darstellende Künste. Anträge für die ersten #TakeThat-Programme können seit dem 1. Oktober 2020 gestellt werden.

#TakeAction: Förderungen von Produktionszeiträumen für Künstler*innen in 6 genrespezifischen Programmen

#TakePlace: Förderung von Strukturvorhaben für Produktionsorte und Festivals

#TakeNote: Förderung von Wissenstransfer und Kooperationsvorhaben für Produktionsorte, Netzwerke und Festivals

#TakePart: Förderung von Audience-Development-Vorhaben für Institutionen und Künstler*innen

#TakeCare: Förderung von Recherchevorhaben für Künstler*innen

#TakeCareResidenzen: Residenzförderung von Recherchevorhaben für Künstler*innen

 

AUTONOM: Förderung von Produktionen zu Künstlicher Intelligenz (KI) und Darstellender Kunst für Künstler*innen

GLOBAL VILLAGE PROJECTS: Förderung von Produktionen in ländlichen Räumen für Künstler*innen

KONZEPTIONSFÖRDERUNG: dreijährige Förderung von Produktionen und Konzeptionen für Künstler*innen

 

 

Infodesk EU Kulturförderung in der Coronakrise des CED Kultur

Der Infodesk EU-Kulturförderung in der Coronakrise informiert über zusätzliche Förderungen der EU und Maßnahmen zur Unterstützung des deutschen Kultur- und Kreativsektors in und über die Coronakrise hinaus. Im Mittelpunkt stehen:

  • aktuelle Maßnahmen der EU zur Unterstützung des Kultur- und Kreativsektors
  • Wiederaufbaumittel der EU mit Bezug zum Kultur- und Kreativsektor
  • Ausblick zur EU-Kulturförderung nach 2020

Der Infodesk wird mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft gefördert und erweitert damit das Informationsangebot des CED KULTUR.

 

 

NRW-Stärkungspaket "Kunst und Kultur"

Um die lebendige und vielfältige Kulturlandschaft Nordrhein-Westfalens zu sichern und kreative Potenziale freizusetzen, stellt das Land angesichts der Auswirkungen der Corona-Krise insgesamt 185 Millionen Euro bereit. Das Kulturstärkungspaket besteht aus zwei Bausteinen: Einem großangelegten Stipendienprogramm für freischaffende Künstler*innen in Höhe von 105 Millionen Euro sowie einem Stärkungsfonds für Kultureinrichtungen in Höhe von 80 Millionen.

 

1. "Auf geht's!" Stipendienprogramm für freischaffende Künstler*innen (ausgelaufen)

2. Kulturstärkungsfonds für Kultureinrichtungen:

Ziel des Kulturstärkungsfonds ist es, Kunst und Kultur im Land wieder erlebbar zu machen und Kultureinrichtungen bei der Durchführung ihrer Kulturprogramme unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie zu unterstützen – auch wenn sich der Betrieb unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten noch nicht rechnen sollte.

Insgesamt stehen dafür über drei verschiedene Förderbausteine Mittel in Höhe von 80 Millionen Euro zur Verfügung, die gezielt das Bundesprogramm „Neustart Kultur“ ergänzen:

  • 60 Millionen Euro gehen an die vom Land oder den Kommunen getragenen Einrichtungen, die im Wesentlichen öffentlich und institutionell gefördert werden, etwa Stadttheater oder kommunale Museen.
  • 15 Millionen Euro stehen für öffentlich geförderte freie bzw. private Kultureinrichtungen u.a. die soziokulturellen Zentren und ähnliche frei-gemeinnützige Einrichtungen sowie Festivals bereit.
  • Weitere fünf Millionen Euro kommen dem gemeinnützigen Bereich zu Gute, also ehrenamtlich getragenen Vereinen wie Amateurtheatern, Freilichtbühnen und Kunstvereinen.

Das MKW hat bislang zwei Programmlinien, die aus dem NRW Kulturstärkungsfonds finanziert werden, ausgeschrieben:

  • eine Programmlinie für die gemeinnützigen Kultureinrichtungen, die nicht institutionell gefördert werden
  • und eine Programmlinie für die soziokulturellen Zentren, die Mitglied der LAG Soziokultur NRW sind.

Die soziokulturellen Zentren wenden sich an die Geschäftsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren Nordrhein-Westfalen (Soziokultur NRW). Ansprechpartner für die Freie Szene sind das Landesbüro Freie Darstellende Künste sowie das Landesbüro Tanz.

Antragsfrist für die beiden Programme war der 15. November 2020.

Informationen zu den Förderanträgen und Unterstützung bei der Antragstellung erhalten Einrichtungsträger bei der Bezirksregierung Köln.

Fragen zum Kulturstärkungsfonds können an folgende Mail gerichtet werden:
nrw-kulturstaerkungsfonds@mkw.nrw.de

 

 

Corona-Kultur-Sprechstunde des Kulturrat NRW

Auf Anregung der Regionalen Kulturbüros NRW hat der Kulturrat NRW eine Corona-Kultur-Sprechstunde eingerichtet. Es informiert über Hilfsmöglichkeiten in der Corona-Krise. Es werden individuelle telefonische Beratungen für Kulturschaffende in NRW angeboten:

  • Beratung zu finanziellen Soforthilfe-Programmen/ Entlastungen
  • Corona-Krisen-Beratung zur Vorsorge von negativen finanziellen Konsequenzen (Projektförderung, Fundraising)

Flexible Sprechzeiten werden nach Anmeldung per E-Mail vereinbart: CoronaKulturrat@web.de

 

Außerdem stellt der Kulturrat NRW ein Corona-FAQ zur Verfügung. Hier werden Fragen zu den NRW-Soforthilfen, Ausfällen von Veranstaltungen, der Grundsicherung durch das Job-Center, Projektförderung des Landes sowie zum Umgang mit laufenden Kosten beantwortet.

 

 

Finanzielle Corona-Hilfen der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens

Um die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern und die teilweise in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedrohten Einrichtungen zu unterstützen, hat die Deutschsprachige Gemeinschaft eine Reihe finanzieller Soforthilfen beschlossen:

  • Zuschussgarantie

  • Liquiditätssteigerung

  • Corona-Hilfsfonds für Einnahmeausfälle und Mehrausgaben

Die Informationen zu den finanziellen Beihilfen sind nun veröffentlicht worden. Weitere Infos finden Sie hier.

 

Corona-Maßnahmenpaket der Deutschsprachigen Gemeinschaft für Künstler*innen

Es wird ein spezifisches Maßnahmenpaket für Künstler*innen beschlossen. Dieses Paket setzt sich aus verschiedenen Unterstützungen zusammen, die den verschiedenen Künstler*innensparten zugutekommen sollen:

  • für die darstellenden Künstler*innen und Veranstaltungstechniker*innen: die Gewährung einer Auftrittsprämie in Höhe von 250 EUR pro Veranstaltung mit einem Gesamtbudget in Höhe von 50.000 EUR ab September 2020;
  • für die bildenden Künstler*innen: die Verdopplung des Ankaufbudgets für die Kunstsammlung der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf 30.000 EUR ausschließlich für Werke aktiver Künstler*innen aus Ostbelgien ab 2021
  • für alle Kunstsparten: die Verdopplung der Fördermittel für Stipendien auf 100.000 EUR ab 2021

Darüber hinaus wird in den nächsten Wochen eine Umfrage zu den finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise auf die ostbelgische Kultur- und Kreativwirtschaft starten.

 

Auftrittsförderung für Künstler*innen und Veranstaltungstechniker*innen

Die Auftrittsförderung ist zugänglich für Künstler*innen mit Wohnsitz in der Deutschsprachigen Gemeinschaft und für auf den Kulturbetrieb spezialisierte Dienstleister*innen – wie Veranstaltungstechniker*innen oder Maskenbildner*innen – mit Sitz in Ostbelgien. Sie können eine Auftrittsförderung in Höhe von 250 € pro Veranstaltung erhalten. Ein*e Antragsteller*in kann die Förderung maximal drei Mal für das Jahr 2020 bekommen. Ab dem Haushaltsjahr 2021 sollen je nach Inanspruchnahme der Hilfe weitere Fördermittel vorgesehen werden. Die Veranstaltungen müssen zudem öffentlich zugänglich sein. Für private Feiern oder geschlossene Gesellschaften kann die Auftrittsförderung nicht genutzt werden.

Der Antrag ist online zu stellen.

 

Vereinfachter Zugang zum Arbeitslosengeld für Künstler*innen und Veranstaltungstechniker*innen

Künstler*innen und Veranstaltungstechniker*innen haben einen vereinfachten Zugang zum Arbeitslosengeld. Diese Maßnahmen treten teilweise rückwirkend in Kraft und laufen am 31. Dezember 2020 aus. Die CAPAC oder die Gewerkschaften können prüfen, ob Künstler*innen bzw. Veranstaltungstechniker*innen auf Grundlage der neuen Erleichterungen eventuell rückwirkend Anrecht auf Arbeitslosengeld hat.

 

 

Kulturförderung aus der Provinz NL-Limburg

Euregionale Projekte werden auch aus der Provinz Limburg weiter gefördert: Projekte, die bereits Fördermittel bekommen und sich wegen der Corona-Krise ändern (sowohl in der Form als auch im Inhalt) sind aufgefordert, sich über ein Benachrichtigungsformular zu melden. Neue Anträge im Bereich der grenzüberschreitenden kulturellen Zusammenarbeit können nach wie vor gefördert werden - Antragsteller*innen wenden sich bitte an Lin Verbrugge. Mehr Infos hier.

 

 

Padlet KREATIVE DEUTSCHLAND

Dieses Pad sammelt und aktualisiert sämtliche Soforthilfen und Unterstützungsangebote, die Kultur- und Kreativschaffende aktuell in Anspruch nehmen können. KREATIVE DEUTSCHLAND ist der Zusammenschluss von Unternehmensnetzwerken aus der Kultur- und Kreativwirtschaft bundesweit.

 

 

Kultur versus Corona

Einschätzungen, Auswirkungen, Maßnahmen: Wie ist der Kulturbereich von der Corona-Pandemie betroffen? Der Deutsche Kulturrat informiert laufend über die aktuellen Entwicklungen.

Hier geht es zum aktuellen Newsletter „Kultur versus Corona“ des Deutschen Kulturrats.

 

 

Creative.NRW

Das Kompetenzzentrum Kreativwirtschaft NRW hat auf seiner Webseite Unterstützungsangebote für die Kultur- und Kreativwirtschaft hier gebündelt.

 

Ansprechpartnerin

Frau Ladwein

Susanne Ladwein
Leiterin Kulturbüro
Telefon: +49 241 927 8721-50
E-Mail: ladwein@regionaachen.de

Ansprechpartnerin

Julia Schaadt
Team Kulturbüro
Telefon: +49 241 927 8721-51
E-Mail: schaadt@regionaachen.de

 

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