Erste Grenzlandkonferenz am 9.5.2019 in Venlo

 

Zur ersten Grenzlandkonferenz zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden in Venlo trafen sich mehr als 300 Akteure der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auf Einladung von NRW-Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner und Raymond Knops, Staatssekretär für grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Königreichsbeziehungen im Innenministerium der Niederlande.

Thema der Konferenz waren der Abbau von Grenzhindernissen und Erleichterungen für das tägliche Zusammenleben. Konkrete Ziel sind: ein flächendeckendes Netz von grenzüberschreitenden Arbeitsvermittlungsstellen zusätzlich zu den Grenzinfopunkten entstehen zu lassen, ein schnellerer und leichterer Zugang für niederländische Erzieherinnen und Erzieher zum nordrhein-westfälischen Arbeitsmarkt nd ein neues Jugendprogramm, das den Austausch zwischen beiden Ländern fördern soll sowie die Auslobung eines „Grenzland-Preises“.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer berieten bei der Konferenz auch eine künftige Grenzland-Agenda mit den Arbeitsschwerpunkten Arbeitsmarkt, Bildung und Verkehr. Geplant ist unter anderem die Einführung eines grenzüberschreitenden Semestertickets für deutsche Studierende an niederländischen Hochschulen.

Finanzierung der Grenzinfopunkte über das Jahr 2020 hinaus

Entlang der niederländisch-nordrhein-westfälischen Grenze sind die GrenzInfoPunkte angesiedelt und bieten den rund 48.000 Grenzpendlerinnen und -pendlern, aber auch Arbeitgebern, Auszubildenden und Studierenden Informationen und praktische Hilfe zu den Themen Arbeiten, Wohnen oder Studieren im Nachbarland. Zukünftig soll auch die Zusammenarbeit zwischen den GrenzInfoPunkten und verschiedenen Arbeitsvermittlungsstellen intensiviert werden. Minister Holthoff-Pförtner und Staatssekretär Knops vereinbarten auf der Grenzlandkonferenz die Finanzierung der Grenzinfopunkte über das Jahr 2020 hinaus.

Besserer Zugang zum NRW Arbeitsmarkt für Erzieherinnen und Erzieher aus den Niederlanden

Seit März 2019 wird bei den Bezirksregierungen eine neue Regelung angewendet, die es ermöglicht, dass Erzieherinnen und Erzieher aus den Niederlanden einfacher als "sozialpädagogische Fachkraft in einer Kindestageseinrichtung" anerkannt werden. Interessenten müssen sich hierzu an die jeweils zuständige Bezirksregierung wenden, um die Gleichwertigkeit ihres Berufsabschlusses prüfen zu lassen. Auch Lehrerinnen und Lehrer, die in Deutschland ausgebildet wurden, sollen künftig leichter in den Niederlanden arbeiten können.

Startschuss für das Jugendprogramm "Unbegrenzt"

Ab sofort können sich Interessenten für das Jugendprogramm "Unbegrenzt" bewerben, das Jugendbegegnungen in Kultur und Sport aber auch zwischen Schulen ermöglichen soll. Ansprechpartner für die deutsche Seite ist das Deutsch-Niederländische Jugendwerk in Aachen.

Die nächste Grenzlandkonferenz soll im Jahr 2020 in Duisburg stattfinden.

Ansprechpartner

Frau Hoffmann

Elke Hoffmann
Kommunikation
Telefon: +49 241 56861-0
Mail: hoffmann@grenzinfopunkt.eu

 

 

 

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